Giftige Riffkrabbe
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Giftige Riffkrabbe | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Zosimus aeneus | ||||||||||||
| Linnaeus, 1758 |
Die Giftige Riffkrabbe oder Teufelskrabbe (Zosimus aeneus) ist eine an den Korallenriffen des Indopazifik vorkommende, giftige Krabbenart. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Ostafrika bis Französisch-Polynesien, wo sie in Wassertiefen bis 10 m vorkommt.[1]
Merkmale
Die Giftige Riffkrabbe wird maximal 10 cm groß. Der Carapax hat einen hervorstehenden Stirnrand mit vier Lappen, von denen die ersten drei abgerundet, der äußere zahnartig ist. Die Scherenbeine sind gleich groß, die vier Schreitbeinpaare mit langen Haaren besetzt.[1] Die Rückenpanzeroberfläche weist rote, purpurne oder dunkelblaue Flecken auf blassbraunen oder cremefarbenem Untergrund auf. Die Bauchseite ist meist cremefarben.[2]
Gift
Die Giftige Riffkrabbe enthält verschiedene Gifte wie paralytic shellfish toxin (PST) und Tetrodotoxin (TTX). Diese werden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht von der Krabbe selbst produziert, sondern sammeln sich durch das Fressen von Algen, Dinoflagellaten und Cyanobakterien in der Krabbe an. Dafür spricht außerdem, dass Vergiftungen lokal vermehrt auftreten. Sie wurden bislang vor allem aus Japan, Korea, den Philippinen und den Fidschi-Inseln berichtet. Die Gifte treten in allen Körperteilen der Krabbe auf, die höchste Konzentration wird in der Muskulatur der Pereiopoden erreicht. Werden die Krabben mit giftfreier Nahrung ernährt, enthalten sie auch keine Gifte.[2]
Die Toxine sind hitzestabil, werden also nicht durch Erhitzen zerstört. Vergiftungen können für den Menschen tödlich verlaufen. Die Symptome hängen von der aufgenommenen Giftmenge ab. Sie reichen von Bauchschmerzen über Taubheit, Kribbeln in den Beinen, Muskelschwäche bis zu Lähmungen. In schweren Fällen tritt Atemversagen ein.[2]
Einzelnachweise
- ↑ a b Zosimus aeneus (Linnaeus, 1758). In: sealifebase.se. Abgerufen am 2. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b c Yuchengmin Zhang, Hongchen Zhu, Tomohiro Takatani, Osamu Arakawa: Toxin Accumulation, Distribution, and Sources of Toxic Xanthid Crabs. In: Toxins. Band 17, Nr. 5, 2025, S. 228, doi:10.3390/toxins17050228 (englisch).