Giedrė Rakauskaitė
Giedrė Rakauskaitė MBE (* 13. Juni 1991 in Kaunas) ist eine britische Ruderin. Sie ist zweifache Siegerin bei den Paralympics und sechsfache Weltmeisterin.
Karriere
Giedrė Rakauskaitė begann im Alter von 14 Jahren in Litauen mit dem Rudersport. Ein Jahr später hatte sie einen schweren Verkehrsunfall. Ihren Ärzten gelang es die Amputation des verletzten Beines zu vermeiden, aber Giedrė Rakauskaitė blieb auf Gehhilfen angewiesen. 2011 zog sie von Litauen nach Worcester, um an der University of Worcester zu studieren und schloss sich dem Worcester Rowing Club an. Das Studium finanzierte sie als Rudertrainerin im Schulbereich.[1]
Seit 2017 gehört Rakauskaitė zur britischen Nationalmannschaft. Bei den Weltmeisterschaften 2017 siegte sie mit dem PR3-Mixed-Vierer in der Besetzung Grace Clough, Giedrė Rakauskaitė, Oliver Stanhope, James Fox und Steuerfrau Anna Corderoy, wobei die Crew im Ziel 23 Sekunden Vorsprung vor dem zweitplatzierten Vierer aus den Vereinigten Staaten hatte. Zwei Jahre später bei den Weltmeisterschaften in Linz/Ottensheim überquerten Ellen Buttrick, Giedrė Rakauskaitė, James Fox, Oliver Stanhope und Steuerfrau Erin Wysocki-Jones die Ziellinie mit zwölf Sekunden Vorsprung auf den US-Vierer. Im April 2021 bei den Europameisterschaften in Varese siegten Buttrick, Rakauskaitė, Fox, Stanhope und die mittlerweile verheiratete Erin Kennedy mit 13 Sekunden Vorsprung. Bei den wegen der COVID-19-Pandemie erst 2021 ausgetragenen Paralympics in Tokio trat der Vierer in der gleichen Besetzung an und siegte mit elf Sekunden Vorsprung vor dem Vierer aus den Vereinigten Staaten. Für den Sieg bei den Paralympics wurden die Crewmitglieder mit der Neujahrsliste 2022 als Member in den Order of the British Empire aufgenommen,[2]
Bei den Europameisterschaften 2022 in München siegte der Vierer mit Francesca Allen, Giedrė Rakauskaitė, Ed Fuller, Oliver Stanhope und Erin Kennedy, die Crew lag im Ziel zwanzig Sekunden vor dem französischen Vierer. Bei den Weltmeisterschaften 2022 wurde Kennedy von Morgan Baynham-Williams vertreten. Der Vierer siegte mit achtzehn Sekunden vor der deutschen Crew. Allen und Rakauskaitė traten auch im PR3-Zweier an gewannen hier einen zweiten Weltmeistertitel. Bei den Europameisterschaften 2023 in Bled siegten Francesca Allen, Giedrė Rakauskaitė, Morgan Fice-Noyes, Ed Fuller und Erin Kennedy mit fünf Sekunden Vorsprung vor dem deutschen Vierer. In der gleichen Besetzung gewann das britische Boot auch den Titel bei den Weltmeisterschaften in Belgrad. 2024 bei den Europameisterschaften in Szeged siegte das britische Boot mit Francesca Allen, Josh O’Brien, Giedrė Rakauskaitė, Ed Fuller und Erin Kennedy mit fast 13 Sekunden Vorsprung vor dem französischen Vierer. In Paris bei den Paralympics 2024 gewann die britische Crew mit drei Sekunden Vorsprung vor dem Boot aus den Vereinigten Staaten, die Franzosen erruderten Bronze.
2025 wurde bei den Europameisterschaften kein Wettbewerb im PR3-Vierer ausgetragen. Dreieinhalb Monate später bei den Weltmeisterschaften in Shanghai waren sechs Boote am Start. Francesca Allen, Giedrė Rakauskaitė, Ed Fuller, Josh O’Brien und Steuermann Tom Bryce siegten mit sieben Sekunden Vorsprung vor dem chinesischen Boot.
Weblinks
- Giedrė Rakauskaitė bei worldrowing.com
Fußnoten
- ↑ Giedre Rakauskaite bei britishrowing.org
- ↑ New Year Honours 2022 (Giedrė Rakauskaitė findet sich auf Seite 104 der PDF-Datei)