Gießenbach (Isar)
| Gießenbach | ||
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Gießenbachmündung in die Isar | ||
| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | AT: 2-6-20 | |
| Lage | Tirol, Österreich | |
| Flusssystem | Donau | |
| Abfluss über | Isar → Donau → Schwarzes Meer | |
| Quelle | im Karltal 47° 20′ 40″ N, 11° 16′ 44″ O | |
| Quellhöhe | 1627 m ü. A.[1] | |
| Mündung | bei Scharnitz in die IsarKoordinaten: 47° 23′ 28″ N, 11° 15′ 46″ O 47° 23′ 28″ N, 11° 15′ 46″ O | |
| Mündungshöhe | 956 m ü. A.[1] | |
| Höhenunterschied | 671 m | |
| Sohlgefälle | 81 ‰ | |
| Länge | 8,3 km[1] | |
| Einzugsgebiet | 66,76 km²[2] | |
| Abfluss am Pegel Scharnitz[3] AEo: 65,1 km² Lage: 500 m oberhalb der Mündung |
NNQ (23.01.1987) MNQ 1987–2012 MQ 1987–2012 Mq 1987–2012 MHQ 1987–2012 HHQ (15.02.1990) |
28 l/s 180 l/s 650 l/s 10 l/(s km²) 4,26 m³/s 16,1 m³/s |
| Linke Nebenflüsse | Aigenhofer-Issbach, Drahnbach | |
| Gemeinden | Scharnitz | |
Der Gießenbach ist ein linker Zufluss der Isar im Karwendel in Tirol.
Verlauf
Der Gießenbach entsteht südlich von Scharnitz im Karltal, wo er aber nicht ständig Wasser führt. Er fließt in nordwestlicher Richtung und nimmt beim Gaisburgls Boden von links den Aigenhofer-Issbach auf, der deutlich länger ist und ein größeres Einzugsgebiet entwässert. Nach dem Durchfließen einer Schlucht tritt er beim Dorf Gießenbach in die Talweitung um Scharnitz ein. Dort nimmt er den von Seefeld her kommenden Drahnbach auf und macht einen Knick nach Norden bzw. Nordosten. Bei Scharnitz mündet er anschließend von links in die Isar. Der Gießenbach bildet streckenweise die Gemeindegrenze zu Zirl und Seefeld und liegt ansonsten vollständig im Gemeindegebiet von Scharnitz.
Hydrologie
Das Einzugsgebiet des Gießenbachs beträgt 66,8 km²[2] und erstreckt sich von 956 m ü. A. bei der Mündung in die Isar bis 2405 m ü. A. an der Erlspitze.
Der mittlere Abfluss am Pegel Scharnitz, 500 m oberhalb der Mündung, beträgt 0,65 m³/s, was einer relativ geringen Abflussspende von 9,95 l/(s·km²) entspricht. Der Gießenbach weist ein winternivales Abflussregime auf,[4] das mittlere Monatsmittel des abflussreichsten Monats Mai ist mit 1,15 m³/s rund vier Mal so hoch wie das des abflussärmsten Monats Jänner mit 0,28 m³/s.[3]
Ökologie
Der Gewässerzustand im NGP 2021 wird im Oberlauf als sehr gut, im Mittellauf als gut und ab Gießenbach als mäßig beurteilt. Die Sohldynamik ist im gesamten Verlauf natürlich oder naturnah, die Ufer sind im Ober- und Mittellauf natürlich oder naturnah ausgebildet, nur im untersten Abschnitt im Siedlungsgebiet von Scharnitz verbaut oder naturfern.[1]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c d TIRIS – Tiroler Raumordnungs‐ und Informationssystem
- ↑ a b Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (Hrsg.): Flächenverzeichnis der österreichischen Flussgebiete: Donaugebiet oberhalb des Inn. Beiträge zur Hydrographie Österreichs, Heft 65, Wien 2020, S. 21 (PDF; 2,8 MB)
- ↑ a b Ministerium für ein lebenswertes Österreich (Hrsg.): Hydrographisches Jahrbuch von Österreich 2012. 120. Band. Wien 2014, S. OG 92 (info.bmlrt.gv.at [PDF; 13,6 MB])
- ↑ Helmut Mader, Theo Steidl, Reinhard Wimmer: Abflussregime österreichischer Fließgewässer. Beiträge zu einer bundesweiten Fließgewässertypologie. Umweltbundesamt, Monographien Band 82, Wien 1996, S. 95 (PDF; 14,7 MB)