Gesualdo (Adelsgeschlecht)

Das Geschlecht der Gesualdo ist eine italienische Adelsfamilie. Nach alten Chroniken und einer umfangreichen Literatur ist ihr Stammvater Guglielmo der uneheliche Sohn von Roger Borsa und erster Herr von Gesualdo. Von dessen Lehen erhielt er seinen Nachnamen.[1][2][3][4][5][6][7][3] Er heiratete Alberada, die Tochter von Goffredo I., Graf von Lecce. In der Familienburg in Gesualdo befindet sich eine in Stein gemeißelte Inschrift:

„Carolus Gesualdus ex nobilissimi Rogerii nortmanni Apuliae et Calabriae ducis genere Compsae Comes Venusii Princeps.“

„Carolus Gesualdus Graf von Compsa, Prinz von Venusia, aus dem edelsten Geschlecht Rogers des Normannen, Herzog von Apulien und Kalabrien.“

Vertreter der Familie bekleideten sowohl staatliche als auch kirchliche Ämter. Zu den kirchlichen Ämtern zählten: Alfonso war Kardinal und Erzbischof von Neapel, Filippo war Bischof von Cariati, Ascanio war Erzbischof von Bari und Camillo sowie Troiano waren beide Erzbischöfe von Conza. Zu den staatlichen Ämtern zählten: Elia war Marschall unter Wilhelm II. von Sizilien, Niccolò war Statthalter von Vicaria, Ruggiero war Justiziar von Otranto und Carlo war Generalvikar von Kalabrien.

Insgesamt besaß die Familie zwei Fürstentümer, ein Herzogtum, drei Markgrafschaften, eine Grafschaft und 79 Lehen.[7][1] Sie ging Verwandtschaftsbeziehungen mit den Familien Acquaviva, Antiochia, Borromeo, Caldora, Caracciolo, Carafa, Del Balzo, Filangeri, Loffredo, Pignatelli, Ruffo und Sanseverino ein.[7] Sie wurden dem Sitz von Nilo der Sedili di Napoli angegliedert und auch in Auletta und Benevento als adelig anerkannt.[1]

Geschichte

Stammvater

Die historische Figur des langobardischen Ritters Gesualdo stammt aus der Mitte des 6. Jahrhunderts n. Chr.[8] Zu dieser Zeit herrschte ein Konflikt zwischen Langobarden und Byzantinern um die Kontrolle über Süditalien. Im Jahr 663 verwüsteten die Byzantiner unter der Führung von Kaiser Konstans II., genannt „il Pogonato“, das Herzogtum Benevento und belagerten dessen Hauptstadt, die damals von Fürst Romoaldo, dem Sohn des Herzogs Grimoald, regiert wurde. Aufgrund der Übermacht der Belagerer befand sich der junge Fürst, in dessen Diensten der Ritter stand, in großen Schwierigkeiten. Er befahl Gesualdo, seinen Vater Grimoald in Pavia aufzusuchen, um Verstärkung anzufordern. Dem Ritter gelang es, den Herzog zu warnen. Dieser schickte sofort Verstärkung nach Benevento, Gesualdo geriet aber auf dem Rückweg von Pavia in einen Hinterhalt byzantinischer Soldaten, die ihn gefangen nahmen.

Der byzantinische Kaiser schlug dem Ritter vor, seinen Herrn zu belügen, um seine Freiheit zu erlangen. Der Ritter tat so, als würde er den Forderungen des Feindes nachkommen. Er wurde vor die Stadtmauern geführt, brach dort die Vereinbarung und rief den Langobarden zu, dass sie bald durch die Ankunft von Verstärkung befreit würden. Nach monatelanger Belagerung waren die byzantinischen Milizen zahlenmäßig und moralisch geschwächt. Aufgrund der heldenhaften Tat des Ritters und der bevorstehenden Ankunft des Feindes aus dem Norden sahen sie sich gezwungen, die Belagerung abzubrechen. Bevor Kaiser Konstans II. die Flucht ergriff, gab er den Befehl, den Ritter zu enthaupten und seinen Leichnam in den Fluss Calore zu werfen. Der Legende nach hob Fürst Romoaldo in einer Geste der Barmherzigkeit gegenüber seinem tapferen Diener dessen abgeschlagenen Kopf auf, der innerhalb der Stadtmauern geworfen worden war. Anschließend gewährte er ihm ein ehrenvolles Begräbnis.

Normannische Dynastie

Die Nachkommen des ersten Gesualdo waren vierhundert Jahre lang die Herren des Gebiets von Gesualdo, das sie nach und nach vergrößerten.[9] Sie unterstanden dem Herzog von Benevento und blieben ihm bis zu ihrem Aussterben, das mit der normannischen Eroberung zusammenfiel, stets treu.

Die normannische Dynastie, die über Gesualdo herrschte, geht auf Guglielmo zurück, den unehelichen Sohn von Ruggero Borsa.[10] Von diesem Ruggero ist im Innenhof des Schlosses eine unvollständige Inschrift erhalten: „… ROGERII NORTHMI APULIÆ ET CALABRIÆ DUCIS …“. Guglielmo war der erste Herrscher von Gesualdo, über den wir anhand eines Dokuments aus dem Jahr 1141 Informationen haben.[11] Er heiratete Abelarda, die Herrin von Lucera und Tochter des Grafen von Lecce, war. Das Paar hatte zwei Söhne: Elia und Aristolfo. Letzterer führte zur Zeit von König Wilhelm II. eine Armee im Heiligen Land an. Nach dem Tod Guglielmos um 1150 (1145 lebte er noch, 1152 war er definitiv verstorben) folgte ihm sein Sohn Elia als zweiter Herr von Gesualdo nach. Im Jahr 1152 übertrug er gemeinsam mit seiner Mutter Abelarda dem Abt von Cava de’ Tirreni zahlreiche Besitztümer in Apulien.

Die Blütezeit der Herrschaft von Gesualdo fiel mit dem 12. Jahrhundert zusammen. Sie erstreckte sich über 36 Orte zwischen Städten und Ländereien in drei Provinzen, die meisten davon im Fürstentum Ultra, andere im Fürstentum Citra und in der Basilikata. Aus dem Catalogus Baronum geht hervor, dass Elia, der Sohn von Guglielmo, Herr einer riesigen Baronie war. Er verwaltete die Lehen von Gesualdo, Frigento, Mirabella, Paternopoli, San Mango, Bonito, Lucera und San Lupolo (bei Lucera) persönlich. Zudem haben ihm die folgenden Feudalherren den Treueeid geleistet und sind so zu Inhabern ihrer eigenen Lehen geworden: Trogisio di Grottaminarda, Lehnsherr von Grottaminarda; Guido, Lehnsherr von Serpico; Guglielmo, Lehnsherr von Villamaina, San Barbato (Manocalzati) und im Land von Atripalda; Guido, Lehnsherr von Arianello (Lapio); Ruggero, Lehnsherr von Candida; Dionisio, Lehnsherr von Montaperto; Ruggero, Lehnsherr von Taurasi und Rocca San Felice; Benedetto de Forgia, Lehnsherr von Chiusano, im Land von Atripalda sowie von Montemiletto (oder Melito); Pietro di Serra, Lehnsherr von Serra; Guarnerio Saraceno, Lehnsherr von Torella dei Lombardi und Castello la Pietra (Castelvetere), von Montemarano, von Girifalco (Torella dei Lombardi) und von Castelfranci; Eliseo, Lehnsherr von Baiano (Ortsteil zwischen Ponteromito und Nusco); Accardo, Lehnsherr von Chiusano und Poppano; Giacomo, Lehnsherr von Castelvetere, Sant’Andrea und Torre Marella (Castelvetere); Roberto, Lehnsherr von Fontanarosa und Romus de Maccla Pentorisi (nicht identifiziert).[12]

Aus der Ehe von Elia und Diomeda gingen fünf Kinder hervor: Guglielmo, Roberto, Ruggero, Goffredo und Maria. In seinem Testament von 1189 verfügte Elia I., dass er im Kloster Montevergine beigesetzt werden sollte, wo bereits seine Gattin begraben lag. Er hinterließ dem Kloster eine jährliche Rente von 25 Unzen Gold. Da der älteste Sohn Guglielmo an einer Verschwörung gegen den König beteiligt gewesen war, konnte er die Nachfolge seines Vaters nicht antreten. Nach dessen Tod übernahm daher der zweitgeborene Ruggero die Herrschaft. Er hatte im Februar 1187 von Heinrich VI. den Grafentitel erhalten.

Im Mai 1206 überließ Ruggero, der dritte Herr von Gesualdo, das Landgut „Il Pesco“ dem Kloster Montevergine im Austausch gegen die von seinem Vater vereinbarte jährliche Rente von 25 Unzen Gold. Er hatte keine Erben. In der Stauferzeit schrumpfte die Baronie von Gesualdo auf die Orte Gesualdo, Frigento, Taurasi und Mirabella Eclano. Ruggeros Bruder Roberto war der Erste, der den Nachnamen Gesualdo annahm. Er hatte zwei Kinder: Elia und Gesualda.

Nach Ruggero waren die von Friedrich II. ernannten Deutschen, Herren von Gesualdo. Von ihnen erinnern wir uns an: Hermann von Strimberg und Raynaldus de Lavareta, der bis 1226 in Gesualdo nachgewiesen ist. Später gab Kaiser Konrad IV. an Elia II. Gesualdo, Sohn von Roberto und Enkel von Ruggero, die Güter zurück, sodass sie wieder an die Dynastie Gesualdo fielen. Im Jahr 1246 verschwörte sich Elia mit dem Papst gegen den Kaiser. Als die Verschwörung aufgedeckt wurde, eilte Elia zum Kaiser, um sich ihm zu unterwerfen und sein Leben zu retten. Der Kaiser hatte ihm bereits die Ländereien von Grottaminarda weggenommen und entzog ihm nun auch den Fürstentitel, verschonte jedoch sein Leben. Mit dem Aufstieg Karls I. erhielt Elia II. aufgrund seiner Verdienste auf dem Schlachtfeld nach der Niederlage Manfredis seine Ländereien zurück. 1269 wurde er zum Justiziar in einigen Gebieten Kalabriens ernannt. Er heiratete Giovanna di Ponziaco und hatte mit ihr vier Kinder: Nicolò, Mattia, Roberto und Francesca, die 1276 Rainaldo, den Herrn von Avella, heiratete. Mattia wurde von König Karl II. von Anjou zum Ritter geschlagen und erhielt das Land „Guardia Lombarda“, das heutige Guardia Lombardi, sowie die Burg von Laino in Kalabrien als Geschenk. Mattia I. heiratete Costanza di Gajano und hatte mit ihr einen Sohn namens Nicolò.

Nach dem Tod von Elia übernahm sein Sohn Nicolò I. Gesualdo die Nachfolge als 5. Herr von Gesualdo. Er nahm an dem Krieg teil, den König Karl II. von Anjou führte, um Sizilien zurückzuerobern. Im Jahr 1289 wurde er zum Hauptmann der Stadt Neapel ernannt. Am 20. Februar 1299 bestätigte König Karl II. von Anjou seinen Besitz an der Baronie Gesualdo. Nicolò I. starb im Jahr 1300. Nicolò I. heiratete Giovanna della Marra, mit der er zwei Töchter hatte: Roberta und Margherita. Roberta wurde die Frau von Giacomo di Capua, dem Sohn von Bartolomeo, dem Großprotonotar des Königreichs. Sie brachte Gesualdo und einen Großteil seiner Baronie als Mitgift mit, darunter auch die Stadt Frigento. In zweiter Ehe heiratete sie Dragone di Merlotto. Margherita, die andere Tochter von Nicolò I., heiratete den Grafen Americo di Suso. Aus der Ehe von Roberta und Dragone gingen zwei Töchter hervor: Maria und Margherita. Die Erstgeborene, der das Lehen Gesualdo zustand, heiratete den Grafen Filippo Filangieri, Herrn von Candida. Aus dieser Ehe ging Giacomo Filangieri, Graf von Avellino, hervor. Im Jahr 1335 förderte die Familie Gesualdo die Gründung des Klosters der Cölestiner in Gesualdo, dem heutigen Sitz der Gemeinde.[13]

Im Jahr 1365 kaufte Mattia II., 6. Herr von Gesualdo, Sohn von Nicolò II. und Enkel von Mattia I., von Cobello Filangieri für 650 Unzen Gold das Lehen Gesualdo und den Weiler Volpito. Damit kehrte das Lehen Gesualdo in den Besitz der Familie Gesualdo zurück. Durch Erbrecht folgten als Herren von Gesualdo: Lionetto Gesualdo, Sansonetto Gesualdo, Luigi II., Graf von Conza, dann Nicolò IV. Gesualdo, Luigi III. Gesualdo, Fabrizio I. Gesualdo und Luigi IV. Gesualdo der 1561 dem Titel des Grafen von Conza den Titel des Fürsten von Venosa hinzufügte. Auf Luigi IV. Gesualdo folgten Fabrizio II. Gesualdo und schließlich Carlo Gesualdo (1566–1613), der XII. Herr von Gesualdo und der letzte sowie berühmteste seines Geschlechts.

Aufstieg von Carlo Gesualdo (1566–1613)

Die Persönlichkeit des Fürsten Carlo Gesualdo verlieh dem Leben in Gesualdo Glanz: Auf seinen Wunsch hin wurde das Schloss von einer rauen Festung in eine raffinierte Residenz verwandelt, die einen prächtigen Gesangshof beherbergen konnte – ein vager und vergeblicher Versuch, dem Schloss von Ferrara nachzueifern.[14] Literaten und Dichter waren regelmäßige Gäste im Schloss von Gesualdo, darunter sein großer Freund, der Dichter Torquato Tasso.[15]

Während seiner Isolation in Gesualdo komponierte der Fürst weiter, diskutierte fast besessen über Musik und verarbeitete Eindrücke und Anregungen aus seiner Zeit in Ferrara.[16] Er schrieb auch Werke religiöser Natur, die „wie eine asketische Klammer die lange Pause der scheinbaren Stille zwischen den in Ferrara veröffentlichten Madrigalen und denen der letzten beiden Bücher zu unterbrechen scheinen“[17]: Im Jahr 1603 wurde die neapolitanische Ausgabe des Sacrarum cantionum in zwei Bänden veröffentlicht, herausgegeben von G.P. Cappuccio und gedruckt von C. Vitale; 1611 wurden dann die Responsoria in Gesualdo vom Drucker Carlino gedruckt – ein für die damalige Zeit eher seltenes und bemerkenswertes Beispiel für einen gesamten Zyklus des Triduum Sacrum, der von einem einzigen Komponisten vertont wurde.[18]

Im selben Jahr wurde in Gesualdo ebenfalls das fünfte Madrigalbuch anonym veröffentlicht, das von G. G. Carlino herausgegeben wurde. Der Verleger und Drucker wurde vom Fürsten von Venosa in einem Raum des Schlosses, der als Druckerei diente, in seine Dienste gestellt.

Während dieser langen Zeit von 1596 bis 1613 – mehr als ein Drittel von Carlos Leben – genoss die Stadt Gesualdo die Pracht des Fürsten. Dieser war auf der Suche nach Seelenfrieden und Gottes Vergebung und ließ unter anderem drei Kirchen und zwei Klöster errichten: eines für die Dominikaner und eines für die Kapuziner. In letzterem wird das Altarbild „Vergebung von Gesualdo“ aufbewahrt, das Giovanni Balducci zugeschrieben wird.

Niccolò Ludovisi, Herr von Gesualdo

Nach dem Tod von Carlo Gesualdo wurde Niccolò I. Ludovisi sein Nachfolger als Herr von Gesualdo. Er heiratete im Jahr 1622 Isabella[19], die Nichte von Carlo und Tochter von Emanuele, dem Sohn des Fürsten Carlo und Maria d’Avalos. Emanuele kam wenige Tage vor dem Tod seines Vaters bei einem schweren Sturz vom Pferd ums Leben. Niccolò I. Ludovisi setzte das Bauprogramm von Carlo Gesualdo fort und bereicherte es um die Steintafeln an den Klöstern der Dominikaner und Kapuziner, die alten Wappen über der Nebentür der Kirche San Nicola und über dem Eingang des Kapuzinerklosters sowie das Gemälde auf dem Kreuzgewölbe des Eingangs zum Schloss.

Die Anwesenheit von Ludovisi, der weniger gefeiert wurde als sein berühmter Vorgänger, war zweifellos entscheidend für das städtische und soziale Wachstum Gesualdos. Auf seinen Wunsch hin wurde die alte Siedlung Gesualdo unter dem Einfluss der Renaissance-Stadtarchitektur grundlegend renoviert. Die neuen Herren des Ortes förderten die städtebauliche Entwicklung rund um die Burg, indem sie zahlreiche Paläste für den Hofstaat und Unterkünfte für die Bediensteten errichten ließen. So entstand das bis heute so bezeichnete Zitadellenviertel. Darüber hinaus begünstigten sie die Entstehung des Dorfes außerhalb der befestigten Festung.

Der neue Herr von Gesualdo setzte sich für die Fertigstellung der von Carlo Gesualdo begonnenen Bauwerke ein. Er bereicherte das städtische Erbe um Straßen, Brunnen und Plätze sowie zahlreiche andere zivile Bauwerke wie den Torre Neviera, Aquädukte und große Eingangstore zur Stadt. So verlieh er dem Ort das Aussehen einer vollendeten Stadt. Seiner glühenden Religiosität ist auch der Bau zahlreicher Kultstätten zu verdanken, die er mit Gemälden ausschmückte. Dank dieses beachtlichen städtebaulichen und sozialen Aufschwungs erreichte Gesualdo eine Einwohnerzahl von 2.538 – eine für die damalige Zeit beachtliche Zahl.

Nicolò wurde 1658 von seinem Sohn Giovanni Battista beerbt, der das Lehen im Juli 1682 für 12.000 Dukaten an Isabella della Marra, die Frau von Girolamo Gesualdo, Marchese von Santo Stefano, verkaufte.

Literatur

  • Berardo Candida Gonzaga: Memorie delle famiglie nobili delle province meridionali d'Italia. Band 2. Arnaldo Forni Editore, Bologna 1995, S. 53–56 (italienisch).
  • Camillo Minieri Riccio: I Notamenti di Matteo Spinelli da Giovenazzo difesi ed illustrati da Camillo Minieri Riccio. Antonio Metitiero Editore, 1870 (italienisch).
  • Giovan Battista di Crollalanza: Dizionario storico-blasonico delle famiglie nobili e notabili italiane estinte e fiorenti. Band 1. Arnaldo Forni Editore, Bologna 2011, S. 469 (italienisch, Nachdruck von 1886).
  • Scipione Ammirato: Delle famiglie nobili napoletane. Band 1. Giorgio Marescotti, Florenz 1580 (italienisch, archive.org).
Commons: Gesualdo – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. a b c Giovanni Battista di Crollalanza: Dizionario storico-blasonico delle famiglie nobili e notabili italiane estinte e fiorenti. Hrsg.: Arnaldo Forni. Band I, 2011, S. 469 (italienisch, Faksimile-Nachdruck): “Entstanden 1152 durch Guglielmo, den unehelichen Sohn des Herzogs von Apulien, Ruggiero dem Normannen”
  2. Ariella Lanfranchi: GESUALDO, Carlo. In: Mario Caravale (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 53: Gelati–Ghisalberti. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 1999.
  3. a b Pietro Misuraca: Carlo Gesualdo principe di Venosa volume 6 di Constellatio musica pagina 27. L'Epos, 2000 (italienisch): “... Der erste Herr von Gesualdo, über den man etwas weiß, ist der Normanne Guglielmo, ein unehelicher Sohn von Ruggero I., Herzog von Apulien und Kalabrien. Letzterer war wiederum der Sohn von Roberto Guiscardo, dem heldenhaften Eroberer Süditaliens. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Grafen Ruggero von Sizilien, dem Bruder von Guiscardo.”
  4. Società di storia patria per la Sicilia orientale: Archivio storico per la Sicilia orientale volume 9 pagina 337. La Società, 1912 (italienisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche): “Unter den Kindern von Goffredo I. fehlt Alberada, die Guglielmo heiratete. Guglielmo war der uneheliche Sohn von Ruggiero, Herzog von Apulien, und ist unter dem Namen Guglielmo de Gesualdo bekannt.”
  5. Salvatore de Renzi: Storia documentata della Scuola medica di Salerno. Ripostes, 2000, S. 311: „... und Herzog Ruggiero, Sohn von Robert Guiskard, hatte es seinem unehelichen Sohn Guglielmo, Herr von Gesualdo und Paternò, übertragen, der es 1116 der Trinità della Cava bei Salerno schenkte, wie aus zwei Urkunden hervorgeht, die im Archiv der Cava aufbewahrt werden.“
  6. Antonio Vaccaro: Carlo Gesualdo, principe di Venosa: l'uomo e i tempi edizione III pagina 14. Osanna, 1998 (italienisch): “Scipione Ammirato glaubt, dass die Familie von einem gewissen Guglielmo abstammt, dem unehelichen Sohn des Herzogs Ruggiero dem Normmane. vergleiche S. Ammirato, Delle famiglie nobili napoletane, in Fiorenza, Apresso Giorgio Marescotti, MDLXXX. E, inoltre, G. Lamattina, Caggiano e il suo casale di Petrosa, Caggiano 1975, S. 93; G. Gargano, Ricerche storiche su Conza antica, Conza 1997, S. 170”
  7. a b c Berardo Candida-Gonzaga: Memorie delle famiglie nobili delle province meridionali d'Italia. Band II. Arnaldo Forni, Faksimile, 1995, S. 53 (italienisch): “Diese Familie wurde im Jahr 1152 von Guglielmo gegründet, der ein unehelicher Sohn des normannischen Herzogs von Apulien, Ruggiero, war. Guglielmo war Großkonstabler und Herr von Gesualdo, von dessen Land er seinen Namen erhielt, den seine Nachkommen beibehielten.”
  8. Le invasioni barbariche in Italia von Pasquale Villari 1902, S. 332
  9. Erasmo Ricca, La nobiltà del regno delle Due Sicilie, Volume 2
  10. Ariella Lanfranchi: GESUALDO, Carlo. In: Mario Caravale (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 53: Gelati–Ghisalberti. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 1999, Einigen Chroniken jener Zeit zufolge stammten die Gesualdos „aus Frankreich…“, während andere, korrekterweise, eher von einer Abstammung von Guglielmo ausgehen – dem unehelichen Sohn von Ruggero il Normanno: Dies wird übrigens auch durch die Inschrift belegt, die noch heute an den Mauern des Familienschlosses in der Stadt Gesualdo zu lesen ist: ....
  11. Berardo Candida-Gonzaga: Memorie delle famiglie nobili delle province meridionali d'Italia. Band II. Arnaldo Forni, 1995, S. 53 (italienisch, Nachdruck): “Diese Familie wurde im Jahr 1152 von Guglielmo gegründet, der ein unehelicher Sohn des normannischen Herzogs von Apulien, Ruggiero, war. Guglielmo war Großkonstabler und Herr von Gesualdo, von dessen Land er seinen Namen erhielt, den seine Nachkommen bis heute tragen.”
  12. Giovanni Battista di Crollalanza: Dizionario storico-blasonico delle famiglie nobili e notabili italiane estinte e fiorenti. Band I. Arnaldo Forni, 2011, S. 469 (Nachdruck): «Entstanden im Jahr 1152 durch Guglielmo, den unehelichen Sohn des Herzogs von Apulien Ruggiero Normanno.»
  13. Rassegna storica del Risorgimento: organo della Società nazionale per la storia del Risorgimento italiano, Volume 55
  14. C.Sartori: Enciclopedia della musica. Band 3, S. 117 (italienisch).
  15. Torquato Tasso: Opera colle controversie sulla Gerusalemme. Band 3-4, S. 182 (italienisch, Bei der Hochzeit von Don Carlo Gesualdo, Fürst von Venosa, mit Donna Eleonora D'Este).
  16. Auch in Gesualdo widmete er sich seinen üblichen „Lieblingsbeschäftigungen“, nämlich „der Jagd […], der Musik, nachdem er bereits fünf oder sechs kunstvolle Madrigale, eine Motette, eine Arie komponiert und einen Dialog für drei Soprane fertiggestellt hatte, der, wie ich glaube, für diese Damen bestimmt war“ (Brief von Fontanelli aus Gesualdo, 25. Juni 1594)
  17. Pirrotta, 1987, S. 176
  18. Watkins, Vorwort zum Band. VII der Sämtliche Werke
  19. M.Bulzoni, Critica e poetica del primo Seicento, Volume 2, S. 39