Gero Pfennig

Gero Pfennig (* 11. Februar 1945 in Jüterbog) ist ein deutscher Jurist und Politiker (CDU).

Gero Pfennig wurde, wie seine später promovierte Schwester Gabriele, als eines von zwei Kindern von Dorothee Pfennig, geborener Freiknecht, und des Berliner Juristen und Polizeivizepräsidenten Gerhard Pfennig (* 1917) geboren.[1] Nach seinem Abitur 1964 studierte Pfennig Jura in Berlin und Freiburg im Breisgau und wurde 1970 zum Dr. jur. promoviert. Von 1968 bis 1973 war er wissenschaftlicher Assistent an der Freien Universität Berlin, um 1973 eine Assistenzprofessur zu erlangen. Anschließend wurde er Rechtsanwalt. Zusammen mit Eberhard Diepgen und Klaus-Rüdiger Landowsky gehörte er zur sogenannten K-Gruppe in der Berliner CDU. 1971 veröffentlichte er Notenausgabe der Deutschen Bundesbank Er ist Herausgeber des 1978 erschienenen Kommentars Verfassung von Berlin.

Pfennig ist evangelisch und trat 1964 der CDU bei. Von 1971 bis 1975 war er Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Zehlendorf, ab 1975 war er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Im Jahr 1976 heiratete er die promovierte Barbara Börnstein. Aus der Ehe ging ein Kind hervor. Von 1979 bis 1985 war er Mitglied des Europäischen Parlaments, wo er unter anderem Mitglied im Haushaltsausschuss und im Institutionellen Ausschuss sowie Haushaltssprecher der EVP-Fraktion war. Er war zudem Mitverfasser des Vertragsentwurfs des Europäischen Parlaments zur Gründung der Europäischen Union.

Vom 24. Februar 1977 bis 1980 war Pfennig Mitglied des Deutschen Bundestages, hatte als Berliner Abgeordneter aber nur ein eingeschränktes Stimmrecht. Am 2. Dezember 1985, als er für Wolfgang Hackel nachrückte, zog er erneut in den Bundestag ein, dort bekam er erst am 8. Juni 1990 volles Stimmrecht. In der 11. und 12. Wahlperiode saß er als direkt gewählter Abgeordneter für den Berliner Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf im Bundestag und war zur gleichen Zeit Vorsitzender des Petitionsausschusses sowie der Arbeitsgruppe Europäische Union und zudem europapolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion.

Pfennig ist Vorstandsvorsitzender des Ernst-Lemmer-Instituts und des verbundenen Fördererkreis Junge Politik e. V. in Berlin-Charlottenburg.

Literatur

  • Werner Breunig, Andreas Herbst (Hrsg.): Biografisches Handbuch der Berliner Abgeordneten 1963–1995 und Stadtverordneten 1990/1991 (= Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin. Band 19). Landesarchiv Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-9803303-5-0, S. 288.
  • Pfennig, Gero. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 944.
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Einzelnachweise

  1. Pfennig, Gerhard. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 944.