Germán Becker Baechler

Germán Becker Bächler (* 25. Februar 1915 in Lautaro; † 18. November 1994 in Santiago) war ein chilenischer Unternehmer, Wirtschaftsführer und Politiker.

Leben

Germán Becker Bäechler wurde am 25. Februar 1915 in Lautaro im Süden Chiles geboren. Er war der Sohn des Ehepaars Oscar Enrique Becker Becker und Augusta Bächler Dickmann, die beide deutschstämmig waren.[1]

Becker besuchte für seine Grund- und Sekundarschulausbildung die Deutsche Schule Santiago. Anschließend nahm er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universidad de Chile auf, das er jedoch nach dem Tod seines Vaters abbrechen musste. Daraufhin kehrte er in den Süden des Landes zurück, wo er sich landwirtschaftlichen und müllerischen Tätigkeiten widmete. Im Alter von 27 Jahren wurde er Teilhaber und Geschäftsführer der Mühlenfirma Molino Grob y Cía.; in dieser Funktion wurde er später zum Präsidenten des Verbandes der Müller in Südchile gewählt.[2]

Seine politische Laufbahn begann mit seinem Eintritt in die Radikale Partei (Partido Radical). Er kandidierte bei den Kommunalwahlen 1963 erfolgreich für das Bürgermeisteramt von Temuco und wurde 1967 wiedergewählt. 1973 wurde Becker zum Abgeordneten des chilenischen Nationalkongresses für den Wahlkreis des heutigen Provinz Cautín gewählt; dieses Mandat übte er von Mai bis zum 11. September desselben Jahres aus, als der Militärputsch den Nationalkongress auflöste. In der Folge ernannte ihn Augusto Pinochet aufgrund seiner Erfahrung zum Bürgermeister von Temuco, ein Amt, das Becker von 1973 bis 1982 innehatte. Germán Becker war Präsident des Club Deportivo Temuco. Darüber hinaus war er Mitglied des Club Español de Temuco, des Club Social de Temuco sowie des Club Aéreo de Temuco.[2]

In Anerkennung seiner Verdienste um den Bau eines Stadions für die Stadt Temuco beschlossen Bürgermeister René Saffirio und Stadtrat 1994, das wichtigste Sportzentrum der Stadt Estadio Germán Becker nach ihm zu benennen.[3]

Becker war mit María Antonieta Alvear Campos verheiratet. Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor, darunter Germán Becker Alvear, ehemaliger Abgeordneter der Republik Chile, sowie Miguel Becker Alvear, ehemaliger Bürgermeister von Temuco.[4]

Einzelnachweise

  1. Germán Becker Baechler. In: Turismo Temuco. Abgerufen am 5. Januar 2026 (spanisch).
  2. a b Bibliothek des Nationalkongresses von Chile: Germán Becker Bäechler. Reseñas biográficas parlamentarias. In: www.bcn.cl. 2020, abgerufen am 5. Januar 2026 (spanisch).
  3. José Luis Rivera: “¿Por qué se llaman así?” II: Nombres de algunos estadios del fútbol chileno. In: Radio Bío-Bío. 11. April 2015, abgerufen am 5. Januar 2026 (spanisch).
  4. Keila Rojas: Germán Becker: La democracia funciona en la medida en que la gente esté informada. 18. März 2019, abgerufen am 5. Januar 2026 (spanisch).