Gerhard von Glasenapp

Gerhard Philipp Jakob von Glasenapp (* 13. Juli 1859 in Schivelbein; † 7. Dezember 1936 in Potsdam) war ein deutscher Generalleutnant.

Leben

Herkunft

Gerhard von Glasenapp stammte aus dem pommerschen Adelsgeschlecht von Glasenapp, zu einem 1805 gegründeten briefadeligen Zweig. Seine Eltern waren Elisabeth Friederike Ernestine Spener (1824–1889) und Sigismund Heinrich Bogislaf von Glasenapp (1819–1900), ein Potsdamer Apotheker. Sie heirateten am 23. November 1852 in Hamburg.

Seine älteren Brüder waren Otto von Glasenapp, später Vize-Reichsbankpräsident, und Kurt von Glasenapp. Helmuth von Glasenapp ist sein Neffe.[1]

Werdegang

Gerhard von Glasenapp wurde am 12. Februar 1881 Leutnant.[2] 1894 diente er im Ulanen-Regiment Nr. 15, ging als Rittmeister (Beförderung am 27. Januar 1895) im darauffolgenden Jahr zum Ulanen-Regiment Nr. 8 und wurde direkt folgend Adjutant der 6. Kavallerie-Brigade.[3] 1898 war er im Dragoner-Regiment Nr. 12.[4]

Vom 19. Juni 1909 bis zum 19. Februar 1912 war er Kommandeur des Ulanen-Regiment Nr. 9. In dieser Position wurde er am 27. Januar 1910 Oberstleutnant.[5] Er war 1912/13, ab 1. Oktober 1912 Oberst,[5] kurz Inspekteur des Militär-Veterinärwesen. Vom 7. Juli 1913 bis zur Auflösung der Brigade Anfang August 1914 war er Kommandeur 21. Kavallerie-Brigade.[6] Anschließend war er bis 10. März 1917 Kommandeur der 25. Infanterie-Brigade.[7] Am 22. März 1915 wurde er Generalmajor[2] und erhielt 1917 den Roten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern.[8] Bis Mai 1912 war er u. a. mit dem Roten Adlerorden 4. Klasse, dem Kronen-Orden 3. Klasse, dem Komturkreuz des Greifenordens, dem Ehrenkreuz des Ordens der Württembergischen Krone und dem Ritterkreuz 1. Klasse des Königlich Schwedischen Schwertordens ausgezeichnet worden.[9] Mit dem Charakter als Generalleutnant wurde er aus der Armee verabschiedet.

Gerhard von Glasenapp war Rechtsritter des Johanniterordens.[1]

Familie

Gerhard von Glasenapp heiratete am 15. November 1894 in Berlin Katharina Jähns (* 1875).[1]

Werke (Auswahl)

  • Militärische Biographien des Offizier-Corps der preussichen Armee: Die Generale der Preussischen Armee. Berlin, 1868.
  • Der Feldzug von 1870. Berlin, 1871.
  • Der Feldzug von 1870. I. Theil des Feldzuges von 1870–71. 2. Auflage, 1872.
  • Ergänzung zum Generalstabswerk 1866 und 1870–71. Zwei Bände, Berlin [1880].
  • Geschichte des Schleswig-Holsteinschen Ulanen-Regiments Nr. 15. Mittler & Sohn, 1894.
  • Handbuch für den Einjährig-Freiwilligen. Mittler & Sohn, 1895.

Einzelnachweise

  1. a b c Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser: zugleich Adelsmatrikel der deutschen Adelgenossenschaft. Nr. 2. J. Perthes., 1942, S. 172.
  2. a b Dienstalters-Liste der Offiziere der Königlich Preussischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps. Band 18. E.S. Mittler und Sohn, 1917, S. 6.
  3. Rangliste der Koeniglich Preussischen Armee und des XIII.: Koeniglich Wuerttembergischen Armeekorps. E. S. Mittler., 1895, S. 53.
  4. Vollständige Dienstaltersliste (Anciennetätsliste) der Offiziere des Deutschen Reichsheeres: der Kaiserlichen Marine und der Kaiserlichen Schutztruppen mit Angabe des Datums der Patente zu den früheren Dienstgraden, nach den verschiedenen Waffengattungen zusammengestellt. 1898, S. 150.
  5. a b Vollständige Dienstaltersliste (Anciennetätsliste) der Offiziere des deutschen Reichsheeres, der kaiserlichen Marine und der Kaiserlichen Schutztruppen. Band 57. August Kopfer., 1914, S. 112.
  6. Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939: Die höheren Kommandostellen 1815–1839. Biblio Verlag, 1990, ISBN 978-3-7648-1779-4, S. 453.
  7. Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939: Die höheren Kommandostellen 1815–1839. Biblio Verlag, 1990, ISBN 978-3-7648-1779-4, S. 455.
  8. Militär-Wochenblatt: unabhängige Zeitschrift für die deutsche Wehrmacht. Band 6. Mittler, 1917, S. 4647.
  9. Rangliste der königlich Preussischen Armee. 1912, S. 537.