Gerhard Schultze-Seehof

Gerhard Schultze-Seehof (* 7. Dezember 1919 in Berlin; † 30. März 1976 ebenda) war ein deutscher Maler und Bildhauer. Zahlreiche seiner Plastiken stehen im öffentlichen Raum in Berlin. In seinem bildhauerischen Werk arbeitete er oft mit Mosaiken.

Leben und Werk

Gerhard Schultze-Seehof studierte und lehrte als Professor an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfBK).

Im damaligen Bezirk Wedding auf dem Max-Josef-Metzger-Platz (damals noch Courbièreplatz) wurde am 20. Juni 1954 eine etwa elf Meter hohe Betonsäule enthüllt.[1] Das als Trümmersäule oder auch Trümmerstele bekannte Werk befindet sich in der Grünanlage in der Platzmitte.[1][2] Auf der Bodenplatte stehen vor den vier Seiten der Stele in Mosaiktechnik die Begriffe „Zerstörung, Aufbau, Sklaverei, Demokratie.“[2] Die mehrfarbigen Mosaikbilder auf den vier Seiten der Säule zeigen vor einem Hintergrund aus hellen und dunklen Flächen schematisch menschliche Figuren, deren Umrisse dunkel umrandet sind. Die Darstellung zeigt die Umsetzung der vier Begriffe.

In Berlin sind einige der Werke von Schultze-Seehof aus den 1950er Jahren zu kleinen Wahrzeichen geworden. Die Wahl der Mosaiktechnik beschreibt die Nachkriegserfahrung, den Wiederaufbau aus Trümmern bewerkstelligen zu müssen.

Werke

Literatur

  • Gerhard Schultze-Seehof: Wasser, Wind und Bäume. 12 Zeichnungen. 1955
Commons: Gerhard Schultze-Seehof – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. a b Eva-Maria Klother: Denkmalplastik nach 1945 bis 1989 in Ost- und West-Berlin. In: Matthias Bleyl (Hrsg.): Theorie der Gegenwartskunst. Band 12. LIT Verlag, Münster 1998, ISBN 3-8258-3797-1, S. 188–189.
  2. a b Stefanie Endlich, Bernd Wurlitzer: Skulpturen und Denkmäler in Berlin. Stapp, Berlin 1990, ISBN 3-87776-034-1, S. 187.