Gerhard List

Gerhard List (* 27. April 1942 in Lauterbach/Hessen) ist ein deutscher Handschriftenforscher und Historiker.

Leben und Wirken

Gerhard List studierte Germanistik, Geschichte und Historische Hilfswissenschaften und wurde 1977 in Marburg bei Walter Heinemeyer mit einem Thema zur Geschichte des Klosters Spieskappel promoviert. Anschließend nahm er im Handschriftenzentrum der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main die Tätigkeit eines Handschriftenbearbeiters auf und beschrieb bis zum Eintritt in den Ruhestand 2007 in mehreren von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekten zunächst die mittelalterlichen Handschriften der Dombibliothek Fritzlar und danach einen erheblichen Teil des mittelalterlichen Handschriftenbestandes der Stadtbibliothek Mainz. Die Ergebnisse wurden in fünf gedruckten Katalogen vorgelegt.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Gründung und wirtschaftliche Entwicklung des Prämonstratenserstiftes Spieskappel in Hessen (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 37), Darmstadt/Marburg 1978.
  • (mit Gerhardt Powitz): Die Handschriften der Stadtbibliothek Mainz. Bd. 1: Hs I 1 – Hs I 150. Wiesbaden 1990.
  • Die Handschriften der Stadtbibliothek Mainz. Bd. 2: Hs I 151 – Hs I 250. Wiesbaden 1998.
  • Die Handschriften der Stadtbibliothek Mainz. Bd. 3: Hs I 251 – Hs I 350. Wiesbaden 2006.
  • (mit Annelen Ottermann und Christoph Winterer): Die Handschriften der Stadtbibliothek Mainz. Bd. 4 (Bestandsliste): Hs I 351 – Hs I 490. Wiesbaden 2021.
  • Aus der Praxis des Handschriftenkatalogisierens. Ziele und Grenzen der Textaufnahme am Beispiel der neuen Augustinus-Predigten. In: Die Mainzer Augustinus-Predigten. Studien zu einem Jahrhundertfund, hrsg. von Gerhard May und Geesche Hönscheid (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Abteilung für abendländische Religionsgeschichte, Beiheft 59), Mainz 2003, S. 55–68.

Literatur

  • Verein Deutscher Bibliothekare (Hrsg.): Jahrbuch der Deutschen Bibliotheken, Bd. 61 (2005/2006), S. 528.