Gerhard Förschner

Gerhard Förschner
Personalia
Geburtstag 26. November 1955
Position Mittelfeld
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1975–1983 FC Augsburg 90 (12)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: Karriereende

2 Stand: Karriereende

Gerhard „Gerd“ Förschner (* 26. November 1955) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer.

Werdegang

Förschner entstammt der Jugend des FC Augsburg und spielte später für die Reservemannschaft des Klubs. Parallel kam er ab Mitte der 1970er Jahre auch vereinzelt für die Wettkampfmannschaft zum Einsatz, die sich 1974 unter Trainer Milovan Beljin durch die Meisterschaft in der Regionalliga Süd als Aufsteiger für die 2. Bundesliga Süd qualifizieren konnte. In der Spielzeit 1974/75 kam Förschner nach seinem Debüt Anfang Februar 1975 beim 2:2-Unentschieden bei Borussia Neunkirchen als Einwechselspieler für Georg Schnurrer in der zweiten Saisonhälfte zu seinen ersten Zweitligaeinsätzen. Dabei stand der Mittelfeldspieler vereinzelt auch in der Startformation des als Tabellenzwölfter abschließenden Klubs. Insgesamt stand Förschner in dieser Spielzeit acht Mal auf dem Platz, erzielt jedoch keinen Treffer.[1]

Unter Beljins Nachfolger Volker Kottmann rutschte der Klub in den Abstiegskampf. Im Herbst 1975 absolvierte er insgesamt sieben Spiele ohne dabei das Tor zu treffen. Nach einem Trainerwechsel zu Gerd Menne gehörte er nicht mehr zum Kader der Wettkampfmannschaft und lief auch unter dessen Nachfolger Max Merkel respektive Interimstrainer Heiner Schuhmann nur in der Reservemannschaft auf. Erst unter dem bisherigen Amateurtrainer Werner Sterzik kehrte er zum Auftakt der Spielzeit 1978/79 wieder in die Zweitligamannschaft zurück, bei der 1:2-Auswärtsniederlage bei FSV Frankfurt stand er sogar in der Startelf. Auch verletzungsbedingt konnte er sich jedoch abermals nicht als Stammspieler behaupten. Nach sechs Saisoneinsätzen und einem Treffer stieg er mit dem Klub in die drittklassige Bayernliga ab.[1]

In der Bayernliga etablierte sich Förschner unter Schuhmann als Stammspieler im Mittelfeld. Als Meister der Spielzeit 1979/80 gelang der Mannschaft um Claus Brandmair, Jürgen Haller, Reinhard Kindermann, Rudolf Sandner und Martin Trieb der direkte Wiederaufstieg und in der Deutschen Amateurmeisterschaft 1980 der Finaleinzug. In der Zweitligasaison 1980/81 lief Förschner in 36 Saisonspielen auf und erzielte insgesamt vier Saisontore.[1] Die Mannschaft erreichte jedoch nur den 18. Tabellenplatz und stieg so erneut ab. Unter Trainer Hannes Baldauf dominierten die Fuggerstädter erneut die Bayernliga und schafften die Qualifikation für die Aufstiegsrunde.

In der Zweitligasaison 1982/83 spielten die Schwaben gegen den Abstieg und standen ab dem 13. Spieltag durchgehend auf einem Abstiegsplatz. Nachdem Förschner bei der 0:7-Niederlage bei Aufstiegsaspirant SC Fortuna Köln am 33. Spieltag nicht mitgewirkt hatte, folgte eine Serie von fünf Spielen ohne Niederlage. Zwar wurde mit einem 3:0-Erfolg im direkten Duell mit der SpVgg Fürth – inklusive des siebten Saisontors in 33 Saisonspielen Förschners[1] – der Konkurrent überflügelt, mit einem parallelen 2:0-Heimerfolg über den SV Waldhof Mannheim konnte sich die punktgleich abschließende SG Union Solingen jedoch aufgrund der um zwei Tore besseren Tordifferenz über dem Strich behaupten.

Als Vizemeister der Bayernligasaison 1984/85 spielte Förschner mit dem Klub um die Deutschen Amateurmeisterschaft 1985, schied aber mit der Mannschaft zum Auftakt gegen den Berliner Vertreter SC Charlottenburg aus.

Nach seiner aktiven Zeit beim FCA wechselte Förschner als Trainer zum TSV Königsbrunn.[2][3] Zusammen mit seinem Trainerkollegen Karl-Heinz Stempfle gelang seiner Mannschaft dort 1988 der Aufstieg in die Landesliga.[4] Später übernahm er den Trainerposten beim TSV Schwaben Augsburg.[5]

Einzelnachweise

  1. a b c d Christian Karn, Reinhard Rehberg: Spielerlexikon 1963 bis 1994. Agon-Verlag, Kassel, 2012, ISBN 978-3-89784-214-4, S. 137.
  2. Was macht eigentlich Thomas Motzke?, abgerufen am 3. November 2025.
  3. Was macht eigentlich Andreas Geyer?, abgerufen am 3. November 2025.
  4. Historie des TSV Königsbrunn, abgerufen am 3. November 2025.
  5. Offizielles Stadionheft des TSV Schwaben Augsburg Saison 2022/23 – Ausgabe 4 vom 6. August 2022, Seite 30, abgerufen am 3. November 2025.