Georg Weißberger

Georg Weißberger
Personalia
Geburtstag 21. Januar 1950
Geburtsort Deutschland
Position Mittelfeld/Sturm
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1975–1976 FC Wacker München 2 0(1)
1976–1981 MTV Ingolstadt 81 (24)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Georg Weißberger (* 21. Januar 1950) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Der Mittelfeldspieler und Stürmer hat für den ESV Ingolstadt in der zweitklassigen Fußball-Regionalliga Süd von 1970 bis 1972 insgesamt 64 Ligaspiele mit zehn Treffern absolviert. Später schlossen sich beim Lokalrivalen MTV Ingolstadt in den Jahren 1978 bis 1980 noch 75 Ligaspiele mit 21 Toren in der 2. Fußball-Bundesliga an.[1]

Sportlicher Werdegang

Laut Spielerlexikon von Karn/Rehberger hat der Offensivspieler Georg Weißberger bereits in den Jahren 1970 bis 1972 in der zweitklassigen Fußball-Regionalliga Süd beim ESV Ingolstadt gespielt und dabei in 64 Ligaeinsätzen zehn Tore erzielt.[2] Der Neuzugang vom SV Dolling debütierte bereits am Starttag der Runde, am 15. August 1970, bei einer 1:2-Auswärtsniederlage bei Jahn Regensburg in der Regionalliga Süd, wobei er in der 14. Spielminute den ESV mit 1:0 in Führung gebracht hatte. Auch am zweiten Rundenspieltag, dem 23. August, bei einem 3:1-Heimerfolg gegen den FC Bayern Hof, zeichnete er sich wieder als Torschütze zur 1:0-Führung der Mannschaft von Trainer Karl-Heinz Schmal aus. Neben Mitspielern wie Torhüter Herbert Schweers, Hans Zengerle, Herbert Hufsky, Walter Ziegelmeier, Willibald Weiß und Peter Falter war Weißberger mit acht Treffern in 31 Ligaspielen ein Leistungsträger beim Erreichen des 11. Tabellenranges.

Weißberger spielte zunächst nach seiner Zeit beim ESV Ingolstadt für den FC Wacker München, mit dem er sich in der 1. Amateurliga Bayern im vorderen Bereich platzierte. In der Spielzeit 1975/76 gewann der Mittelfeldspieler mit dem Klub die bayerische Meisterschaft, auf einen Aufstieg in den Profifußball wurde jedoch aus finanziellen Gründen verzichtet und der FV Würzburg 04 ging somit in die 2. Bundesliga Süd. Weißberger spielte stattdessen mit den Münchenern in der Deutschen Amateurmeisterschaft 1976, wo die Mannschaft in der ersten Runde am Freiburger FC scheiterte. Nach einer 1:4-Heimniederlage gelang beinahe im Rückspiel die Egalisierung, beim dennoch das Ausscheiden bedeutenden 3:1-Rückspielsieg erzielte er die zwischenzeitliche 1:0-Führung.

Später wechselte Weißgerber innerhalb der höchsten bayerischen Amateurklasse zum MTV Ingolstadt, mit dem er als Aufsteiger in der Spielzeit 1977/78 hinter dem 1. FC Haßfurt Vizemeister wurde. Da die Haßfurter aus finanziellen Gründen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga verzichteten, bestritten die Ingolstädter ein bedeutungsloses Entscheidungsspiel gegen den SC Freiburg − da der 1. FC Nürnberg sich als Südzweiter in den Aufstiegsspielen zur Bundesliga gegen den Nordzweiten Rot-Weiss Essen durchgesetzt hatte, standen kurz vor Durchführung der Partie beide als Aufsteiger fest und so sahen die Zuschauer einen 6:4-Erfolg der Ingolstädter, zu dem Weißgerber einen Treffer beisteuerte.

Auch in der Zweitligasaison 1978/79 war er treffsicher und gehörte mit 13 Saisontoren in 36 Ligaspielen zu den entscheidenden Akteuren auf dem Weg zum Klassenerhalt. Weißberger führte überlegen mit seinen 13 Treffern die interne Torschützenliste des MTV an; es folgten Walter Anspann (9 Tore), Richard Stöckle (8 Tore), Hans Krostina und Vesely Schenk mit jeweils sieben Treffern auf den Plätzen. Richard Mamajewski und Karl Obermeier waren weitere Leistungsträger der Mannschaft von Trainer Helmut Richert beim erfolgreichen Kampf um den Klassenerhalt. Bei dem mit 7:1 gewonnenen Nachholspiel am 29. April 1979 gegen die Gäste des Freiburger FC zeichnete sich Weißberger als dreifacher Torschütze aus. Die Mannschaft aus Freiburg wurde von Torhüter Hubert Birkenmeier und Spielmacher Karl-Heinz Bente angeführt.

Trotz acht Saisontoren in der folgenden Spielzeit verpasste er mit dem Klub fünf Punkte hinter dem zwischenzeitlich aufgestiegenen Lokalrivalen ESV Ingolstadt-Ringsee und drei Punkte hinter dem FSV Frankfurt als Drittletzter den Klassenerhalt. Den Abstieg konnte auch der Trainerwechsel im Oktober 1979 nicht verhindern; Herbert Wenz löste den erfolglosen Helmut Richert ab.[3] Anschließend lief er für den Klub weiterhin in der nun Bayernliga bezeichneten höchsten regionalen Amateurklasse auf. In der Spielzeit 1980/81 wurde er mit dem Absteiger bayerischer Meister, aufgrund der Einführung der eingleisigen 2. Bundesliga gab es jedoch keinen Aufsteiger. In der Deutschen Amateurmeisterschaft 1981 erreichte er mit dem Klub unterdessen nach einem Erstrundenerfolg über BFC Preussen, wo er in Hin- und Rückspiel jeweils als Torschütze glänzte, das Semifinale. Dort blieb er ohne eigenen Torerfolg, die Mannschaft schied gegen den FC St. Pauli aus.

Einzelnachweise

  1. Matthias Weinrich: Zweitliga-Almanach. Agon Sportverlag. Kassel 2001. ISBN 3-89784-190-8. S. 146
  2. Christian Karn, Reinhard Rehberg: Spielerlexikon 1963 bis 1994. S. 539
  3. Matthias Weinrich: Zweitliga-Almanach. Agon Sportverlag. Kassel 2001. ISBN 3-89784-190-8. S. 80