Georg Schmitz (Politiker, 1926)

Georg Schmitz (* 21. März 1926 in Wattenscheid; † 22. Januar 1971 am Altkönig im Taunus)[1] war Verwaltungsbeamter, Politiker (SPD) und Oberbürgermeister von Wattenscheid.

Leben

Georg Schmitz wurde als Sohn eines Bergmanns geboren. Er gehörte keiner Religionsgemeinschaft an. Mit seiner Ehefrau Marga, geborene Szymanski, hatte er drei Kinder. Seit 1966 war er Ehrenmitglied des SG Wattenscheid 09.[1]

Karriere und politisches Leben

Er war von 1940 bis 1963 als Verwaltungsbeamter in Wattenscheid tätig. Von 1963 bis 1968 war er als Stadtoberinspektor in Dortmund tätig. Ab den 19. Juli 1966 gehörte er zum Aufsichtsrat der VEW AG in Dortmund. Schmitz war ab dem 27. September Mitglied des Rats der Stadt Wattenscheid. Am 8. Oktober 1964 wurde er zum Oberbürgermeister gewählt. Dieses Amt bekleidet er bis zum 12. Januar 1968, bevor er auf den Posten des Oberstadtdirektor von Wattenscheid wechselte.[1] Sein Nachfolger wurde Erwin Topp.

Schmitz war als Mitglied der Stadtspitze maßgeblich an der Umgestaltung Wattenscheids mitten in der Bergbaukrise beteiligt. Diese veranlasste insbesondere die Ansiedlung von vielen neuen Firmen in Wattenscheid und glich damit den Verlust der Arbeitsplätze aus.[2] Das Amt für Wirtschaftsförderung bilanzierte 1973 für den Zeitraum von 1961 bis 1970 den Ausgleich der verlorenen Arbeitsplätze und die Schaffung von 3 000 weiteren Stellen in verschiedenen Branchen, und das seit 1963 sich mehr als 100 Betriebe in Wattenscheid angesiedelt hatten.[3]

Tod

Im Jahr 1971 kamen auf dem Rückflug von einer Dienstreise aus Frankfurt am Main Georg Schmitz, Oberbürgermeister Erwin Topp sowie Stadtbaurat Kurt Wille ums Leben; die Maschine zerschellte im Hochtaunus beim Flugunfall auf dem Altkönig.[4] Schmitz und Topp wurden auf dem Wattenscheider Propsteifriedhof beerdigt, Wille auf dem Friedhof in Wattenscheid-Eppendorf.[5]

Ehrung

Seit 1999 ist eine Straße im Namensverbund „Ehemalige Bürgermeister in Wattenscheid“ nach ihm benannt.[6]

Einzelnachweise

  1. a b c Die Oberbürgermeister und Oberstadtdirektoren in Westfalen und Lippe: die Spitzen der kreisfreien Städte zwischen 1831 und 1999. In: Daniel Schmidt (Hrsg.): Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen). Nr. 50. Aschendorff Verlag, Münster 2025, ISBN 978-3-402-15134-1, S. 558 f.
  2. Karl-Heinz Lehnertz: In diesen Tagen jährt sich zum 50. Mal der Flugzeugabsturz im Taunus, bei dem die Wattenscheider Stadtspitze ums Leben kam. SPD Wattenscheid. In: www.lokalkompass.de. FUNKE Media Sales NRW GmbH, 29. Januar 2021, abgerufen am 7. Juni 2024.
  3. Stadt Wattenscheid (Hrsg.): Wattenscheid 1945–1974. Wattenscheid 1974, S. 64–65.
  4. Andreas Halwer: Stadtspitze starb bei Flugzeug-Absturz. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 21. Januar 2011, abgerufen am 20. Februar 2017.
  5. Flugzeugunglück der Wattenscheider Stadtspitze. In: Flickr. (flickr.com [abgerufen am 24. November 2025]).
  6. Amt für Geoinformation, Liegenschaften und Kataster: Bochumer Straßennamen - Herkunft und Deutung. Hrsg.: Stadt Bochum, Die Oberbürgermeisterin. Eigenverlag, Bochum 2014 (Ausgabe auf einer CD-Rom).