Georg Peter (Politiker)
Georg Peter (* 29. Juli 1903 in Osnabrück; † im 20. Jahrhundert) war ein deutscher Parteifunktionär (NSDAP) im Gau Westfalen-Süd.
Leben
Georg Peter erlernte nach dem Besuch des Gymnasiums in Osnabrück (Primareife) den Beruf des Webers und war einige Jahre als Webereitechniker und Schlosser tätig. Nach Abschluss eines Technikums war er als Webmeister Betriebsführer in mehreren Webereien. Er verzog in das südliche Ruhrgebiet und trat zum 1. März 1931 in Blankenstein in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 469.574),[1] wo er Ortsgruppenleiter in Osterherbede und von 1934 an hauptamtlich bei der NSDAP beschäftigt war. 1931 wurde er auch Mitglied der SA und trat später in die SS ein. 1934 wurde er zum Gaustellenleiter im Amt für Volkswohlfahrt im Gau Westfalen-Süd ernannt und war vom 1. April 1936 bis 1939 Gauhauptstellenleiter, ab 1937 Gaubeauftragter für Altmaterialerfassung. Gleichzeitig fungierte er als Geschäftsführer der Reichsarbeitsgemeinschaft Schadensverhütung in Westfalen-Süd.
Vom 16. Februar 1938 bis Juni 1940 und von Oktober 1940 bis zu seiner Beurlaubung am 17. Januar 1942 war er NSDAP-Kreisleiter im Kreis Wittgenstein. Das Gaugericht Westfalen-Süd erteilte ihm am 31. Oktober 1941 eine Verwarnung, weil er nach vorherigem Alkoholgenuss mehrfach Frauen sexuell belästigt hatte. Peter wehrte sich dagegen, jedoch bestätigte die 1. Kammer des Oberparteigerichts am 21. März 1942 diese Maßnahme.
Er wechselte zu den Honsel-Werken in Meschede, wo er als Verbindungsmann zur Wehrmacht fungierte und leitete von Mai 1942 an als Direktor eine Fabrik in Potsdam-Babelsberg.
Die Quellenlage gibt über seinen weiteren Lebensweg keine Aufschlüsse.
Literatur
- Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 261f (Digitalisat)
Einzelnachweise
- ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/32030837