Georg Ludwig von der Schulenburg
Graf Georg Ludwig von der Schulenburg (* 23. Juli 1719 in Hehlen; † 30. Oktober 1774 in Hehlen) war ein braunschweig-lüneburgischer Generalmajor[1] und errichtete 1757 das Freikorps Schulenburg, später Freytag. Ferner war er Oberjägermeister im Herzogtum Lauenburg sowie Drost von Scharnebeck und Kammerherr.
Herkunft
Er entstammt der Linie Hehlen der Familie von der Schulenburg. Seine Eltern waren Christian Günther von der Schulenburg (1684–1765) und dessen Ehefrau die Freiin Hedwig Ernestine von Steinberg (1692–1750).[2]
Leben
Er wurde 1748 Major der Leibgarde und 1753 Oberstleutnant, außerdem war er Vize-Oberjägermeister.[3] Während des Siebenjährigen Krieges errichtete er im Mai 1757 ein Jägerkorps, das seinen Namen erhielt und wurde zum Generalmajor befördert. Der englische König und Kurfürst von Hannover Georg II. schickte ihn 1757 zum preußischen König Friedrich II., um den General Herzog Ferdinand von Braunschweig als neuen Oberkommandierenden der alliierten Armeen im Westen zu erbitten. Schulenburg war erfolgreich und der Herzog begann die Franzosen aus Hannover vertreiben. Am 10. Dezember 1757 wurde Schulenburg bei einem Handgemenge bei Eimse verwundet, erholte sich aber wieder. In der Schlacht bei Bergen am 13. April 1759 kommandierte er den linken Flügel, nachdem der Generalleutnant Prinz Isenburg gefallen war. Er hatte sich nun einen Beförderung erhofft und als diese ausblieb, trat er als Kommandeur zurück, an seiner Stelle übernahm Wilhelm von Freytag. Schulenburg zog sich auf sein Hofamt zurück und starb am 30. Oktober 1774.
Obwohl jüngster Sohn, hatte er 1760 die Güter seines Vater geerbt. Sein älterer Bruder starb und die anderen Brüder hatten kein Interesse an den überschuldeten Gütern. Diese musste Georg Ludwig auch bald den Gläubigern zur Verwaltung übergeben.
Familie
Schulenburg heiratete am 23. Juli 1754 die Gräfin Sophie Friederike Charlotte von der Schulenburg (* 17. März 1725; † 10. Juni 1772), eine Tochter des Grafen Adolf Friedrich von der Schulenburg-Beetzendorf. Das Paar hatte mehrere Kinder:
- Werner Christian Adolf (* 2. November 1755; † 18. November 1816) ⚭ 1799 Luise Sarah Dorothea von Gerstein-Hohenstein (* 22. Juni 1781; † Juni 1851)[4]
- Achatz Karl Wilhelm (* 30. Juni 1757; † 1. Januar 1837) ⚭ 1805 Henriette Karoline Jakobine Brunette Luise von Weckerlin
- Georg Ferdinand (* 15. September 1758; † 18. April 1816)
- Anna Ernestine (* 21. Dezember 1759; † 2. Juli 1832) ⚭ 1797 Johann Philipp von Häckel, Legationsrat
- Gerlach Christian August (1763–1763)
Literatur
- Bernhard von Poten, Die Generale der Königlich Hannoverschen Armee und ihrer Stammtruppen in Militär-Wochenblatt: Beihefte, 1902, S. 264 Nr. 120
- Georg Schmidt, Das Geschlecht von der Schulenburg: Die Stammreihe, Band 2, S.575ff Nr. 998
- Johann Friedrich Danneil, Das Geschlecht der von der Schulenburg, Band 2, S. 403f
- Neues Genealogisches Reichs- und Staats-Handbuch, 1779, S. 135
Einzelnachweise
- ↑ nach Daniel:Generalleutnant
- ↑ Johann Hübners, Rectoris der Schule zu S. Johannis in Hamburg, Genealogische Tabelle, Tabelle 998
- ↑ Neue genealogisch-historische Nachrichten, 1755, S.243
- ↑ Die Witwe heiratete 1819 Karl Wilhelm Adolf Gottlieb von Zersen († 13. Juni 1849) Vgl.:Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter, 1879, S.699