Georg Güldenpfennig
Georg Güldenpfennig (auch Jürgen Güldenpfennig, * 20. März 1873 in Paderborn; † 6. Oktober 1914 in Hirson) war ein deutscher Architekt und von 1908 bis 1914 Diözesan- und Dombaumeister von Paderborn.
Leben
Georg Güldenpfennig wurde als Sohn von Arnold Güldenpfennig und seiner Frau Auguste, geb. Volmer, geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums Theodorianum in Paderborn studierte er von 1891 bis 1895 als Schüler von Conrad Wilhelm Hase und Karl Mohrmann an der Technischen Hochschule in Hannover. Nach seinem Regierungsbaumeisterexamen war er von 1901 bis 1903 als Mitarbeiter unter Oskar Hoßfeld in der Kirchenbauabteilung des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten in Berlin, ab 1903 als Regierungsbaumeister in Groß-Strehlitz in Schlesien tätig, wo er die Laurentiuskirche errichtete.[1] 1907 erfolgte seine Versetzung als Regierungsbaumeister nach Essen, wo er mit der Leitung der Gerichtsneubauten in Essen beauftragt wurde. Nach dem Tode seines Vaters verwaltete er von 1908 bis 1913 das Amt eines Diözesan- und Dombaumeisters in Paderborn, danach übernahm er die Leitung des Hochbauamtes II in Hannover, wo er 1914 zum Baurat ernannt wurde. Im Ersten Weltkrieg nahm er als Oberleutnant im 8. Husaren-Regiment und Ordonnanz-Offizier im Stab der 25. Infanterie-Brigade teil, am 16. September 1914 wurde er bei den Kämpfen um das Fort de Brimont bei Reims verwundet und starb am 6. Oktober im Kriegslazarett von Hirson. Bestattet wurde er in Paderborn neben seinen Eltern.
Weblinks
- Baurat Jürgen (Georg) Güldenpfennig. In: archINFORM.
- Georg Güldenpfennig auf der Website Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu Conrad Wilhelm Hase
Literatur
- Nachruf in: Zentralblatt der Bauverwaltung, Nr. 94, S. 649.
- Klaus Hohmann: Der Regierungsbaumeister Georg Güldenpfennig (1873–1914). In: Die Warte 85, 2024, Nr. 202, Seite 29–33.
Einzelnachweise
- ↑ Die neue katholische Kirche in Groß-Strehlitz. in: Zeitschrift für Bauwesen, 59. Jahrgang. 1909, Heft 7–9, Sp. 293–304.