Georg Frederik von Krogh (1732–1818)

Georg Frederik (Friderich) von Krogh (* 7. Oktober 1732 in Trondheim, Norwegen; † 3. August 1818 ebenda) war ein dänisch-norwegischer Offizier und Grundbesitzer.

Familie

Krogh stammte als Sohn von Generalleutnant Georg Frederik von Krogh (1687–1768) und Hedevig Augusta Brüggemann (1707–1740) aus dem ursprünglich niedersächsischen Adelsgeschlecht Krogh, das im 17. Jahrhundert nach Dänemark gekommen war. Er war der Bruder von Caspar Hermann, Frederik Ferdinand und Godske Hans von Krogh.

Biographie

1749 trat er als Fähnrich dem 1. Vesterlenske Infanterieregiment bei und wurde von dort 1750 zum Grenadierkorps nach Kopenhagen versetzt, wo er 1752 Leutnant wurde. Im folgenden Jahr kehrte er als Hauptmann und Kompaniechef zum Vesterlenske Regiment zurück.

Bei Ausbruch des Siebenjährigen Krieges strebte Krogh eine Anstellung als Freiwilliger in der preußischen Armee an. Er wurde Friedrich dem Großen vorgestellt und erhielt die Erlaubnis, am gesamten Feldzug des Jahres 1757 in dessen Generalstab teilzunehmen. Beim Rückzug nach der Schlacht bei Kolin, in der Krogh verwundet wurde, ritt er an der Seite des Königs, als dieser sich, nur von wenigen Reitern begleitet, mit dem Säbel in der Hand durch die ihn verfolgenden und umzingelnden Panduren kämpfen musste. Nach seiner Genesung wurde er dem Korps von Feldmarschall James Keith zugeteilt. Im Herbst 1758 kehrte er offenbar in seine Heimat zurück, nahm im selben Jahr an der großen Truppenversammlung in Holstein teil und wurde zum Generaladjutanten Friedrichs V. ernannt. 1757 war er Kammerjunker geworden. 1760 wurde der erst 28-jährige Krogh zum Oberst und Kommandeur des 1. Trondheimer Infanterieregiments befördert und erschien 1762 an der Spitze dieser Abteilung in Mecklenburg, als die dortige Armee unter Claude-Louis de Saint-Germain den Kampf gegen die Russen aufnehmen sollte. 1768 wurde Krogh Kammerherr, 1772 Generalmajor der Infanterie und kommandierender General von Nordenfjelds, 1774 zum Ritter des Dannebrogordens und 1781 zum Generalleutnant ernannt.

Der Regierungswechsel 1784 änderte nichts an der Gunst, die Krogh bis dahin bei den Herrschern genossen hatte. Im Gegenteil: Der Kronprinz Friedrich (VI.), der Krogh während des kurzen Norwegenfeldzugs von 1788 persönlich kennengelernt hatte und seinen Charakter schätzte, ernannte ihn im selben Jahr zum Kommandeur in Trondheim, 1793 zum General der Infanterie und 1801 zum Ritter des Elefantenordens. 1808 wurde er zum Dannebrogsmann ernannt.

Er war einer der Generäle, denen sich Friedrich VI., sowohl als Kronprinz als auch als König, anvertraute und den er um Rat in Armeeorganisation, Taktik und Politik bat. Auch in seinem 80. Lebensjahr pflegte Krogh noch einen regen Briefwechsel mit dem König. Zu diesem Zeitpunkt war er jedoch bereits ein Außenseiter, und vermutlich leitete sein Sohn, Oberst Georg Frederik von Krogh, als sein Adjutant das Generalkommando Nordenfjell oder, wie es nun hieß, den 2. Divisionsbezirk. Im Januar 1814 wurde er mit vollem Sold und weiteren Vergünstigungen entlassen, blieb aber im Heereskommando. Nach der Abspaltung Norwegens ehrte ihn die schwedische Regierung mit dem Seraphim-Orden (1815) und im folgenden Jahr wurde er als Ehrenmitglied der Königlichen Akademie der Militärwissenschaften aufgenommen.

Weiteres

Krogh war ein gebildeter und sprachbegeisterter Mann. 1805 veröffentlichte er eine Abhandlung über die Schlacht bei Kolin im Jahr 1757. Ein Exemplar seines Feldzugtagebuchs aus diesem Jahr befindet sich in der Deichmanske-Bibliothek in Oslo. Seine Gedanken zur gegenwärtigen Lage Norwegens erschienen 1813.

Krogh besaß mehrere Bauernhöfe, darunter Leeren, und war der erste, der in Norwegen Kartoffeln anbaute. Er war zweimal verheiratet: zunächst ab dem 11. Dezember 1760 mit Elisabeth Schøller (1744–1763), der Tochter des Kammerherrn Stig Tonsberg Schøller (1700–1769) und Cecilie Christine Schøller, geborene Frølich (1720–1786). Zum zweiten Mal heiratete er am 26. März 1765 in Ejdsvold Margrethe Lerche (1733–1807), die Schwester der Frau seines Bruders Caspar Hermann von Krogh. Er starb am 3. August 1818 in Trondheim.

Krogh ist auf dem Domfriedhof in Trondheim bestattet. Es gibt ein Profilbildniss von Johannes Finne Rosenvinge im Frederiksborg Museum, ein Porträtgemälde sowie eine Lithographie von K. Müller (Stockholm) von 1822.

Literatur