Georg Christoph Berger Waldenegg
Georg Christoph Berger Waldenegg (* 1957) ist ein deutscher Historiker.
Leben
Berger Waldenegg, Enkel von Egon Berger-Waldenegg (1880–1960),[1] studierte Mittlere und Neuere Geschichte, Politikwissenschaft und Romanistik/Italienisch an der Universität Heidelberg und schloss 1985 mit einem Magister ab. Nach Promotion (1990) und Habilitation (1998) wurde er Privatdozent für Neuere Geschichte.
Er forschte zur Geschichte Italiens, Österreich-Ungarns und Deutschlands mit Schwerpunkt auf der Mentalitätsgeschichte und der Rezeption Machiavellis, wobei er auch auf Italienisch veröffentlichte. Er forschte zudem zum Begriff des Antisemitismus und der Judenfeindlichkeit. 2003 kritisierte er, dass der Begriff indirekt den Glauben an „allgemein und historisch durchgehende jüdisch-semitische Eigenschaften induziere und verstärke“.[2] Seither nahm er unter anderem an der Universität Innsbruck und der Karls-Universität in Prag Gastdozenturen wahr und ist außerplanmäßiger Professor in Heidelberg.
Werke (Auswahl)
- (Hrsg.) Führer der extremen Rechten. Das schwierige Verhältnis der Nachkriegsgeschichtsschreibung zu „großen Männern“ der eigenen Vergangenheit. Chronos, Zürich 2006, ISBN 3-03-400761-2.
- Antisemitismus – Eine gefährliche Vokabel? Diagnose eines Wortes. Böhlau, Wien 2003, ISBN 3-205-77096-X.
- Mit vereinten Kräften! Zum Verhältnis von Herrschaftspraxis und Systemkonsolidierung im Neoabsolutismus am Beispiel der Nationalanleihe von 1854. Böhlau, Wien 2002.
- Il ‘militarismo’ italiano negli anni 1860 e 70. Nascita di un concetto. In: Atti del Seminario. Lo Spirito Militare degli Italiani, Padova, 16–18 novembre 2000. 2002, S. 33–44.
- Krieg und Expansion bei Machiavelli. Überlegungen zu einem vernachlässigten Kapitel seiner „politischen Theorie“. In: Historische Zeitschrift. 2000, S. 1–55. doi:10.2307/27633410. researchgate.net.
- (Hrsg.) Egon Berger-Waldenegg, Heinrich Berger-Waldenegg: Biographie im Spiegel. Die Memoiren zweier Generationen. Hrsg.: Heinrich Berger-Waldenegg, Georg Christoph Berger-Waldenegg. Böhlau, Wien 1998, ISBN 3-205-98876-0.
- Die Neuordnung des italienischen Heeres zwischen 1866 und 1876. Preußen als Modell. Winter, Heidelberg 1992, ISBN 3-533-04531-5.
Weblinks
- Literatur von und über Georg Christoph Berger Waldenegg im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Universität Heidelberg
- Rezension
- Researchgate
Einzelnachweise
- ↑ Otto Heinzl: Die Antrittsbesuche des Bundeskanzlers Dr. Kurt Schuschnigg in Paris und London 1935. Wien 2013 (Diplomarbeit), S. 46.
- ↑ Antisemitismus – Eine gefährliche Vokabel? Diagnose eines Wortes. Böhlau, Wien 2003, S. 31.