Geographie der Niederlande
Dieser Artikel, Geographie der Niederlande, bietet einen geographischen und topographischen Überblick über den europäischen Teil des Königreiches der Niederlande.
Seit 2010 gehören auch drei karibische Inseln (die BES-Inseln) politisch zu den Niederlanden. Geografisch sind sie völlig anders und werden daher hier nicht behandelt.
Allgemeines
Der Name Niederlande ergab sich aus der französischen Benennung pays bas („niedere Lande“) für den damaligen Teil des Herzogtums Burgund im 14. Jahrhundert.[1]
Die Niederlande sind auch sehr flach, mit der höchsten Erhebung bei ca. 322 Meter über NHN. Etwa 25 % des Landes,[2] darunter große Teile des dicht besiedelten und wirtschaftlich bedeutenden Westens, liegen unter dem Amsterdamer Pegel. Die südlichen Niederlande liegen im Delta dreier großer Flüsse: Rhein, Maas und Schelde. Die IJssel, ein nördlicher Nebenfluss und Mündungsarm des Rheins, ist der vierte große Fluss. Sie mündet in das IJsselmeer, einen 1932 durch Eindeichung aus der Zuidersee, einer Meeresbucht der Nordsee, entstandenen Binnensee.
Die Niederlande zählen zu den am dichtesten besiedelten Ländern Europas. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Landnutzung. Dem Land fehlt eine große Metropole, doch die vier größten Städte konzentrieren sich in den westlichen Provinzen. Zwischen und um diese herum erstreckt sich ein Ring mittelgroßer Städte, die zusammen die sogenannte Randstad bilden. Rund 40 % der ländlichen Bevölkerung leben hier auf kleinem Raum, um eine relativ offene Fläche, das sogenannte Groene Hart (Grünes Herz).
Landesgrenzen
Die Niederlande grenzen im Osten an Deutschland und im Süden an Belgien; die Landgrenze ist 1027 km lang. Die Küstenlinie im Westen an der Nordsee erstreckt sich über 451 km.
Größte Gemeinden
Dies sind nur die Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern.
Urbanisierung
Die Niederlande besitzen keine einzige große Metropole, sondern die vier größten Städte konzentrieren sich in den westlichen Provinzen Nordholland, Südholland und Utrecht. Zwischen und um diese Städte herum erstreckt sich ein Ring mittelgroßer Städte, die zusammen die sogenannte Randstad bilden. Rund 45 % der niederländischen Bevölkerung leben in diesem Gebiet, das 20 % der Gesamtfläche ausmacht, rund um eine relativ offene Fläche, das sogenannte Groene Hart. Der Rest des Landes ist deutlich weniger dicht besiedelt.[3]
Landschaft
Die Niederlande lassen sich in ein Tieflandgebiet mit (teilweise torfbedeckten) Meereslehmablagerungen im Westen und Norden und ein Hochlandgebiet mit Sand- und Lössgebieten im Osten und Süden unterteilen. Die Flusslehmlandschaften in Mittelholland zählen ebenfalls zu den Niederen Niederlanden.
- Tiefster Punkt: Zuidplaspolder (Südholland) -6,76 m.
- Höchster Punkt: Vaalserberg (Limburg) 322,4 m.
- (N.B.: Der höchste Berg des Königreiches ist Mount Scenery auf der Insel Saba in den Kleinen Antillen (870 m).)
- Natürliche Ressourcen: Erdgas, Erdöl, fruchtbares Land.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Niederlande | Das Land. In: spracheninstitut-leipzig.de. 27. April 2022, abgerufen am 3. Januar 2026.
- ↑ Willemien Groot: Onvoorbereid op een ramp. In: wereldomroep.nl, 13. September 2005 (niederländisch, archiviert)
- ↑ Henk Nijmeijer: De Randstad en de rest. (PDF; niederländisch) In: CBS (niederländisches Zentrales Amt für Statistik)