Gelius Trio

Gelius Trio
Allgemeine Informationen
Herkunft München, Deutschland
Genre(s) Klassische Musik
Aktive Jahre
Gründung 1999
Auflösung
Website www.geliustrio.de
Gründungsmitglieder
Sreten Krstic
Michael Hell
Micael Gelius

Das Gelius Trio ist ein 1999 in München gegründetes Klaviertrio.

Geschichte

Die Musiker fanden sich anlässlich einer CD-Produktion mit Werken der Komponistin Dorothee Eberhardt (* 1952) erstmals zusammen und gründeten nach dieser Zusammenarbeit das Ensemble.

Das Repertoire des Gelius Trios umfasst neben klassischen und romantischen Werken auch Ausflüge in die Welt des Tangos und Jazz, dokumentiert auf ihrer CD Oblivion. Darüber hinaus hat das Trio drei weitere Aufnahmen mit Werken russischer, französischer und böhmischer Komponisten veröffentlicht.

Die Einspielung französischer Klaviertrios (Debussy, Ravel, Lalo) erreichte 2024 bei ITunes Platz 6 der „Top Classical Album“- Charts.

Die CD Russische Trios (Arensky, Babadjanyan, Schostakowitsch) wurde 2019 für den Opus Klassik nominiert.

Das Trio ist zu Gast bei großen Festivals, wie z. B. dem Schleswig-Holstein-Festival, dem Musiksommer zwischen Inn und Salzach und den Milstätter Konzertwochen. Darüber hinaus dokumentieren mehrere Rundfunk- und Fernsehaufnahmen die Arbeit des Trios.

Von 2000 bis 2022 gehörte Michael Hell dem Trio als Cellist an. Ihm folgte im Oktober 2022 Floris Mijnders, Solocellist der Münchner Philharmoniker. Sreten Krstic spielt eine Geige von Nicolaus Gagliano.

Mitglieder

Sreten Krstic

Sreten Krstic (Violine) war seit 1980 Mitglied der Münchner Philharmoniker (seit 1982 als Erster Konzertmeister). Er wurde 1953 in Belgrad geboren. Im Alter von sieben Jahren begann er Violine zu spielen und beendete vierzehn Jahre später sein Musikstudium in Belgrad bei Toskov und Paviovic. Schon ein Jahr vorher hatte er einen Preis im Internationalen Wettbewerb der „Jeunesses Musicales“ im Fach „Duo Violine – Klavier“ gewonnen. Drei Jahre später gewann er den Internationalen Wettbewerb von Belgrad im Fach Violine und erhielt zusätzlich einen Sonderpreis für die beste Interpretation der Solosonaten Bachs. Konzerttourneen führten ihn durch Europa, Japan, USA und die UdSSR. Sreten Krstic wurde zu Aufnahmen von WDR, BR und BBC London eingeladen und spielte bei allen Rundfunk- und Fernsehstudios Jugoslawiens. Als Solist spielte er mit Sergiu Celibidache, Hiroshi Wakasugi, Horst Stein, Václav Neumann, Dimitrij Kitajenko u. v. a. Mehrere Schallplatten- und CD-Aufnahmen.

Andreas Heinig

Andreas Heinig ist erster Solocellist des 2006 neu gegründeten Bayerischen Symphonieorchesters München und mehrfacher Preisträger von „Jugend musiziert“. Er konzertiert regelmäßig im deutschsprachigen Raum sowie in Frankreich, Italien, Finnland, Russland, Slowenien und der Schweiz. Sein besonderes Interesse an zeitgenössischer Musik inspirierte mehrere Komponisten zu ihm gewidmeten Werken. 2008 legte Heinig ein zweifaches CD-Debüt vor, darunter die Ersteinspielung des Schumann-Cellokonzerts in einer Fassung für Violoncello und Streichquartett, die in Rundfunk und Fachpresse große Beachtung fand. Seine Ausbildung erhielt er bei Gabriela Schwab, Josef Schwab und Reiner Ginzel sowie in Kammermusik bei Mitgliedern des Petersen-, Vogler- und Tel Aviv-Quartetts. Weitere künstlerische Impulse erhielt er u. a. von Peter Bruns, Wolfgang Boettcher und Gottfried Greiner.

Micael Gelius

Schon vor seinem Studium trat der Pianist Micael Gelius mehrmals als Solist mit den Münchner Symphonikern auf. Nach dem Abitur studierte er in München Liedbegleitung bei Erik Werba und Helmut Deutsch. Seine solistische Ausbildung setzte er an der Musikhochschule Würzburg in den Klavierklassen von Margarita Höhenrieder und Erich Appel fort und schloss sie mit dem künstlerischen Examen ab. Meisterkurse und ein Stipendium des „Internationalen Vereins für Kammermusik“ ergänzten seine Studien. Micael Gelius konzertiert als Solist und Kammermusikpartner in Europa, Amerika und Asien und gastiert bei Musikfestivals (z. B. 1999 beim 2. Musikfestival in Peking). Sein Repertoire ist auf Einspielungen für Rundfunk, Fernsehen und auf CD (Sony, Melisma, Bayer, Salto und für den Peters-Verlag) dokumentiert. Seit November 2003 hat Micael Gelius einen Lehrauftrag für Klavier an der Universität Augsburg und ist regelmäßig Juror bei Musikwettbewerben.

Diskografie (Auswahl)

  • 2000: Klavier- und Kammermusik von Clara Schumann (ArteNova/BMG)
  • 2002: Französische Klaviertrios (Koproduktion des Bayerischen Rundfunks und ArteNova/BMG)
  • 2004: Komponistinnenporträt Dorothee Eberhardt (Cavalli)
  • 2008: Böhmische Klaviertrios (Thorophon)
  • 2012: Liebesfreud & Liebesleid (Hänssler)
  • 2014: Oblívion (Thorofon)
  • 2018: Russische Trios (Thorofon)