Gelbbauchschnäpper
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Gelbbauchschnäpper (Cryptomicroeca flaviventris) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Cryptomicroeca | ||||||||||||
| Christidis, Irestedt, Rowe, Boles & Norman, 2012 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Cryptomicroeca flaviventris | ||||||||||||
| (Sharpe, 1903) |
Der Gelbbauchschnäpper (Cryptomicroeca flaviventris, Synonym: Eopsaltria flaviventris) ist eine endemisch in Neukaledonien vorkommende Vogelart, die zur Familie der Südseeschnäpper (Peteoicidae) zählt.
Merkmale
Gelbbauchschnäpper erreichen eine Größe von 10 bis 15 Zentimetern und ein Gewicht von 10,5 bis 14,5 Gramm.[1] Die Geschlechter unterscheiden sich farblich nicht. Kopf und Obergefieder sind überwiegend hellgrau, die Flügel dunkelgrau. Die Kehle ist weiß, die Brust grau und der Bauch gelb. Der Oberschnabel ist schwarz, der Unterschnabel orange rot, Beine und Füße sind rötlich, die Iris ist schwarz.
Verbreitung, Unterarten und Lebensraum
Der Gelbbauchschnäpper kommt auf der Insel Grande Terre in Neukaledonien vor. Er ist typischerweise im niedrigen, dichten Laubbewuchs anzutreffen und bevorzugt lichte Wälder und Waldränder. Es werden keine Unterarten geführt.[1]
Lebensweise
Gelbbauchschnäpper sind in der Regel monogam und bilden nur während der Brutperiode eine Paarbindung. Sie ernähren sich hauptsächlich von kleinen Insekten, die oftmals in der Luft gefangen werden. In der Trockenzeit, wenn Insekten weniger zahlreich sind, ergänzen die Vögel ihre Nahrung mit Samen und kleinen Früchten. Zur Paarungszeit führt das Männchen aufwendige Balzrituale mit akrobatischen Flugmanövern und melodischen Rufen auf, um Weibchen anzulocken. Die Brutzeit fällt typischerweise in die wärmeren Monate, sodass die Jungvögel unter günstigen Bedingungen gedeihen können. Nester werden bevorzugt im dichten Laub von Sträuchern oder niedrigen Bäumen angelegt. Das Nest ist ein zartes, napfförmiges Gebilde aus Gras, Moos und Spinnenseide. Ein Gelege besteht typischerweise aus zwei bis drei hellen, gesprenkelten Eiern. Die Brutzeit beträgt etwa zwei Wochen, wobei beide Elternteile die Eier bebrüten. Nach dem Schlüpfen bleiben die Küken etwa 16 Tage im Nest und werden von beiden Eltern mit Insekten gefüttert.[2]
Bestand und Gefährdung
Der Gelbbauchschnäpper bildet in seinen Vorkommensgebieten stabile Populationen und wird demzufolge von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „least concern = nicht gefährdet“ geführt.[3]
Literatur
- Boles, W. E.: Yellow-bellied Flyrobin (Cryptomicroeca flaviventris) , version 1.1. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, and E. de Juana, Editors). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2023
Weblinks
- Cryptomicroeca flaviventris bei Avibase
- Gelbbauchschnäpper (Cryptomicroeca flaviventris) auf eBird.org
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Gelbbauchschnäpper
- Cryptomicroeca flaviventris im Integrated Taxonomic Information System (ITIS)
Einzelnachweise
- ↑ a b Boles, W. E.: Yellow-bellied Flyrobin (Cryptomicroeca flaviventris) , version 1.1. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, and E. de Juana, Editors). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2023
- ↑ Yellow-bellied Flyrobin, Bird Buddy Inc., Kalamazoo, Michigan, USA
- ↑ Yellow-bellied Robin, auf iucnredlist.org, eingesehen am 6. Dezember 2025