Gegenmaßnahme (Film)
| Film | |
| Titel | Gegenmaßnahme |
|---|---|
| Originaltitel | Ответная мера |
| Produktionsland | Sowjetunion |
| Originalsprache | Russisch, Englisch, Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 1975 |
| Länge | 90 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Filmstudio Odessa |
| Stab | |
| Drehbuch | Mark Eljasch, Hennadi Tarasul |
| Produktion | Goskino |
| Musik | Bogdan Trozjuk |
| Kamera | Mykola Iltschuk |
| Schnitt | Elwira Serowa |
| Besetzung | |
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Gegenmaßnahme (ukrainisch Відповідна міра, russisch Ответная мера, ungarisch Ellenintézkedés) ist ein sowjetisches Politdrama aus dem Jahr 1974 über die Ereignisse rund um den Bau von Öl- und Gas-Pipelines von Sibirien nach Europa während des Kalten Krieges.
Handlung
Der Film spielt während des Kalten Krieges inmitten der politischen Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion (UdSSR). Westdeutschland erklärt sich bereit, fortschrittliche Komponenten und extragroße Öl-/Gasleitungen an die UdSSR zu verkaufen – und zwar im Austausch für Öl und Gas, das über das Netz der neu geplanten Pipelines geliefert wird, die die Öl- und Gasvorkommen in Sibirien verbinden.
Die geplante internationale Pipeline (die als „Druschba-Pipeline“ oder „Freundschafts-Pipeline“ bezeichnet wird und auf einer realen Pipeline basiert, die Anfang/Mitte der 1960er Jahre gebaut wurde) soll die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen der UdSSR, Europa und den Vereinigten Staaten verbessern. Der ukrainische Manager Sergej Peresada und seine Freundin Nina Pawlowa vertreten die sowjetische Seite bei den Wirtschaftsverhandlungen zwischen der UdSSR und Westdeutschland. Zur gleichen Zeit taucht auf westdeutscher Seite ein stiller Amerikaner auf, der sich plötzlich weigert, die zuvor vereinbarten extragroßen Rohre für die Pipeline zu liefern.
Als Gegenmaßnahme beginnt Peresada mit dem Bau eines neuen metallurgischen Industriezweigs im Ural, um seine eigenen Rohre zu produzieren. Die Aufgabe ist jedoch gewaltig und die UdSSR ist nicht in der Lage, sofort Rohre in der erforderlichen Größe und Qualität herzustellen. Peresada liefert schließlich die Rohre und garantiert die Fertigstellung der Pipeline. Er ruft in Deutschland an und lädt seine Freundin Pavlova ein, nach Hause zu kommen und den Erfolg gemeinsam zu feiern. Während Peresada zu Hause freudig auf ihre Rückkehr wartet und den Tisch für das Abendessen deckt, nimmt er einen Anruf entgegen. Die Stimme am Telefon sagt, dass Pavlova auf dem Weg zum Flughafen bei einem Frontalzusammenstoß getötet wurde.
Fünfzehn Jahre später, während einer Kreuzfahrt, trifft Peresada schließlich auf Balsen, seinen rätselhaften und zwielichtigen Kollegen, der auf der westdeutschen Seite des Pipeline-Projekts arbeitet.[1][2][3]
Produktion und Veröffentlichung
Die Dreharbeiten fanden im Filmstudio Odessa, in Odessa, UkSSR, zusätzliche Dreharbeiten fanden in Tscheljabinsk und in dem Neuen Rohrwerk Perwouralsk, RSFSR statt.[4] Der Film wurde durch das Staatliche Komitee für Kinematographie der UdSSR (bekannt als Goskino), der zentralen staatlichen Einrichtung für die Filmproduktion in der UdSSR, produziert und vertrieben.
Premiere in der Sowjetunion war am 24. Mai 1975. In der DDR wurde Film ab dem 17. Juni 1976 gezeigt.
Weblinks
- Gegenmaßnahme bei IMDb
- Ellenintézkedés - (1974 film) (aka: Ответная мера, aka: Otvetnaya mera), film poster, synopsis in English: [2]
- Kinopoisk.ru [3]
- Kinorium.com [4]
- Estonian film poster for Countermeasure (1974 film) at gosfilmofond.ru [5]
Einzelnachweise
- ↑ Sowetskaja Kultura the 18th of November, 1976: "A Higher Responsibility" a revue of the movie Countermeasure (aka: Ответная мера) by critic Boris Pilyatskin. 18th of November, 1976
- ↑ Нефтепровод «Дружба»: нефть из СССР в Восточную Европу для поддержки там социализма. Erdölleitung Druschba: Erdöl aus der Sowjetunion fließt nach Osteuropa zur Unterstützung des Sozialismus. In: https://dzen.ru/. 28. September 2024, abgerufen am 29. Oktober 2025 (russisch).
- ↑ de-hu.movieposterdb.com: Ellenintézkedés - a Hungarian title for Countermeasure (1974 film) (aka: Ответная мера, aka: Otvetnaya mera), a Soviet film poster with film synopsis in English: [1]
- ↑ Андрей Колесников: Вместо доктора премьер послал к металлургам себя. Kommersant № 133, 24. Juli 2010, S. 1, archiviert vom am 20. Mai 2014; abgerufen am 1. Januar 2015 (russisch).