Gefecht bei Krasnoi
Das erste Gefecht bei Krasnoi fand am 2. Augustjul. / 14. August 1812greg. statt. Das französische III. Korps unter Marschall Michel Ney stieß dabei, unterstützt von Murats Kavallerie, auf die Nachhut des russischen 7. Korps unter General Rajewski. Die 27. Division des Generals Dmitri Petrowitsch Newerowski (etwa 7.000 Mann, darunter rund 5500 Infanteristen, 1500 Reiter und 14 Geschütze) war von Fürst Bagration zur Deckung des Rückzugs in einer Vorwärtsstellung bei Krasnoi belassen worden.[1]
Das Überqueren des Dnepr
Am 10. August konsultierte Napoleon seinen erfahrenen Marschall Davout. Auf dessen Rat hin entschied er sich für ein Manöver, um Smolensk über das südliche, linke Ufer des Dnepr zu erreichen. Französische Ingenieure unter General Eblé errichteten in der Nacht vom 13. auf den 14. August mehrere Pontonbrücken, die den Vorstoß auf Krasnoi ermöglichten.[2]
Verlauf des Gefechts
Neys Infanterie vertrieb die russischen Vorposten aus Krasnoi und erbeutete mehrere Geschütze – die ersten Trophäen des Feldzuges. Newerowski bildete jedoch seine Division in einem riesigen Karree, das den wiederholten Attacken der französischen Kavallerie standhielt. In geordneter Formation zog er sich über den Bach Loswinka zurück, dessen tief eingeschnittenes Tal (20–30 m) den Abtransport von Pferden und Geschützen stark erschwerte.[3][4][5]
Die Russen verloren rund 1500 Mann und fast ihre gesamte Artillerie, konnten sich aber in guter Ordnung nach Smolensk zurückziehen.[1] Dieser Rückzug führte direkt in die Verteidigungsstellung von Smolensk, wo zwei Tage später die Schlacht von Smolensk begann.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Gaston Bodart: Militär-historisches Kriegs-Lexikon (1618–1905). C. W. Stern, Wien / Leipzig 1908, S. 435 (Textarchiv – Internet Archive).
- ↑ lexikus.de
- ↑ Adolphe Thiers: Histoire du Consulat et de l’Empire. Band 14, Paris 1863, S. 185–187.
- ↑ Carl von Clausewitz: Campagne de 1812 en Russie. Paris 1900, S. 116–118.
- ↑ Alexander Mikaberidze: The Battle of Smolensk, 1812. Barnsley 2007, S. 66–67.