Gebhard II. von Grögling
Gebhard II. von Grögling († 17. März 1149[1]) war von 1125 bis 1149 Bischof von Eichstätt.
Herkunft und Anfänge
Gebhard II. war der Sohn von Ernst I. (1068–1098) von Grögling und einer Liutgard aus dem Haus der Zähringer. Namensgebender Ort war Grögling bei Dietfurt an der Altmühl, heute im Oberpfälzer Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.[Anm. 1] Der Vater von Gebhard II., anschließend der Bruder des Bischofs, Hartwig III., und dann dessen Sohn, Gebhard I., waren nacheinander Vögte des Bistums Eichstätt. Hartwig von Grögling-Dollnstein, ein Neffe Gebhard II., war von 1196 bis 1223 Bischof Eichstätt.[2]
Der 1122 genannte Propst Gebhard des Stifts Herrieden wird mit Bischof Gebhard II. gleichgesetzt.[3]
Bischof
Gebhard II. wurde nach dem Tod von Bischof Udalrich II. († 3. September 1125) im September oder Anfang Oktober 1125 als erster Bischof von Eichstätt „von Klerus und Volk“ gewählt und erscheint dann auf der Provinzialsynode in Mainz am 18. Oktober 1125, offenbar in der Erwartung, dort die Bischofsweihe zu empfangen.[4] Das aber fand nicht statt, denn im November 1125 ist er am Hof von König Lothar III. und nimmt an einer Reichsversammlung in Regensburg teil, auf der er weiterhin als „Elekt“ bezeichnet wird. Was diesen Aufschub verursachte und wann die Weihe stattfand, ist nicht belegt. Bis 1136 nahm er an zahlreichen Reichsversammlungen und Synoden teil.[5]
1129 stiftete er zusammen mit seinen Brüdern, Ernst II. und Hartwig III., das Kloster Plankstetten als bischöfliches Eigenkloster.
Auch unter Konrad III. war er mehrfach auf Reichsversammlungen anwesend, allerdings nicht mehr so häufig wie unter dessen Vorgänger. Am Zweiten Kreuzzug beteiligte er sich nicht.[6]
Diözesansynoden im Bistum Eichstätt fanden unter Bischof Gebhard II. mindestens 1137 und 1142 statt.[7]
Von Papst Eugen III. aufgefordert, begann er das Stift Heidenheim in ein Kloster zurückzuführen. Dabei stieß er auf den Widerstand der Geistlichen und deren adeliger Verwandtschaft und konnte sich letztendlich nicht durchsetzen. Dieses Kräftemessen war eine der Ursachen für die Resignation seines Nachfolgers Burchard.[8]
Literatur
- Alfred Wendehorst: Das Bistum Eichstätt. Band 1: Die Bischofsreihe bis 1535. Reihe: Germania Sacra – Neue Folge 45. Berlin 2006. ISBN 978-3-11-018971-1. S. 75–77. Digitalisat
- Wolfram Ziegler: König Konrad III. (1138–1152). Hof Urkunden und Politik. Böhlau, Wien u. a. 2008. ISBN 978-3-205-77647-5, S. 213–215.
Anmerkungen
- ↑ Die Familie nahm an der Wende zum 13. Jahrhundert den Namen von Hirschberg an.
Einzelnachweise
- ↑ Wendehorst, S. 77.
- ↑ Ziegler, S. 213.
- ↑ Wendehorst, S. 75.
- ↑ Wendehorst, S. 75.
- ↑ Ziegler, S. 214; Wendehorst, S. 76.
- ↑ Ziegler, S. 215; Wendehorst, S. 76.
- ↑ Wendehorst, S. 77.
- ↑ Wendehorst, S. 77.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Udalrich II. | Bischof von Eichstätt 1125–1149 | Burchard Gegenbischof Walbrun |