Gaza-Friedensgipfel 2025
Der Gaza-Friedensgipfel 2025, auch bekannt als Sharm-El-Sheikh-Gipfel, war ein diplomatisches Treffen, das am 13. Oktober 2025 in Scharm asch-Schaich, Ägypten, stattfand.[1] Anlass war eine Vereinbarung zur Umsetzung der ersten Phase des Gaza-Friedensplans zur Beendigung des Gaza-Krieges, der 2023 begonnen hatte. Vertreter aus rund 30 Ländern nahmen an dem Gipfel teil,[2] der von den Präsidenten Donald Trump (USA) und Abd al-Fattah as-Sisi (Ägypten) gemeinsam geleitet wurde. Vertreter Israels und der Hamas waren jedoch nicht anwesend.
Teilnehmer
Abwesenheiten
Der iranische Präsident Massud Peseschkian und Außenminister Abbas Araghtschi wurden eingeladen, lehnten die Einladung jedoch ab.[4] Araghchi schrieb später in den sozialen Medien: „Weder Präsident Pezeshkian noch ich können mit Amtskollegen verhandeln, die das iranische Volk angegriffen haben und uns weiterhin bedrohen und mit Sanktionen belegen.“ Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wurde auf Bitten Trumps von Sisi eingeladen, und sagte seine Teilnahme zunächst zu, sagte sie aber schließlich ab, da der Gipfel mit dem jüdischen Feiertag Simchat Tora zusammenfiel.[5] Reuters berichtete, dass Netanjahus Teilnahme auf diplomatischen Widerstand des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und anderer Staats- und Regierungschefs stieß.[6]
Ergebnisse
Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi, US-Präsident Donald Trump, der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung,[7] die als „Trump-Erklärung für dauerhaften Frieden und Wohlstand“ bekannt wurde. Vertreter Israels und der Hamas, der Hauptakteure im Gaza-Krieg, nahmen jedoch nicht teil.[8]
Trump erklärte, das unterzeichnete Dokument enthalte „viele Regeln und Vorschriften“ und sei „sehr umfassend“. Die New York Times hingegen bewertete das veröffentlichte Dokument als wenig substanziell. Das Abkommen wurde als zu simpel kritisiert und enthielt nur wenige konkrete Angaben dazu, wie ein regionales Friedensabkommen, insbesondere im Gazastreifen, erreicht werden kann. Einige Analysten sahen den gesamten Gipfel eher als symbolische Geste und reine Machtdemonstration denn als substanzielles Friedensabkommen.[9]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Moritz Behrendt: Vorbereitungen in Scharm el Scheich auf Gipfeltreffen mit Trump. Abgerufen am 1. November 2025.
- ↑ Redazione Agenzia Nova: Von Trump über Erdogan bis Meloni: Alle Staats- und Regierungschefs der Welt beim Gipfel in Scharm El-Scheich. In: Agenzia Nova. 13. Oktober 2025, abgerufen am 1. November 2025.
- ↑ Der seltsame Gast – was macht Infantino auf dem Gaza-Gipfel? 14. Oktober 2025, abgerufen am 1. November 2025.
- ↑ As Donald Trump heads to Gaza ‘peace summit’ in Egypt, who is going – and who isn’t? In: The Guardian. 13. Oktober 2025, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 1. November 2025]).
- ↑ Leon Ginzel, dpa, AFP, AP: Nahostgipfel in Ägypten: Netanjahu reist nicht zum Nahostgipfel nach Ägypten. In: Die Zeit. 13. Oktober 2025, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 1. November 2025]).
- ↑ Zentralrat der Juden in Deutschland K.d.ö.R: Warum Israels Premier nicht nach nach Ägypten reist. 13. Oktober 2025, abgerufen am 1. November 2025.
- ↑ deutschlandfunk.de: Gipfel in Scharm el-Scheich - Gaza-Friedenserklärung unterzeichnet - Trump: Wiederaufbau kann beginnen. 13. Oktober 2025, abgerufen am 1. November 2025.
- ↑ Presidential Memoranda: The Trump Declaration for Enduring Peace and Prosperity. 13. Oktober 2025, abgerufen am 1. November 2025 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Trump Touts ‘Very Important Signing,’ but Details Are Few. 13. Oktober 2025 (nytimes.com [abgerufen am 1. November 2025]).