Gaststätte und Posthalterei Winsen (Aller)
Die ehemalige Gaststätte und Posthalterei Winsen (Aller), Von-Reden-Straße 12, Ecke Am Wördel, in der niedersächsischen Gemeinde Winsen (Aller), im Landkreis Celle, wurde zur Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2025) wird sie wohl zum Wohnen genutzt.
Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Winsen (Aller)).[1]
Geschichte und Beschreibung
Das abgerissene Hotel zur Post von 1648 diente früher als Relais-Station für Postkutschen.
Das eingeschossige, traufständige Gebäude in Backstein, mit ziegelgedecktem Krüppelwalmdach wurde um 1850 gebaut und ist seit 1853 als Gaststätte und Posthalterei nachgewiesen. Beidseitig gliedern die mittigen Dachhäuser in Fachwerk mit Backsteinausfachungen und auskragendem Giebeldreieck über profiliertem Gebälk das Haus. Das hofseitige Dachhaus erhielt eine vertikale Holzverschalung. Die Fassaden wurden mit segmentbogigen Öffnungen, geschosstrennenden Gesimsbändern und Gesimsen an den Ortgängen gestaltet. Nordwestlich steht als Wintergarten ein eingeschossiger, traufständiger Backsteinanbau mit Satteldach und zwei Sternen als Verzierungen. Im Inneren sind bauzeitliche Ausstattungselemente wie die Innentüren mit Beschlägen und die Treppe zum ausgebauten Dachgeschoss erhalten. Der schmale, massive Seitenflügel diente wohl ab 1876 der dort betriebenen Farbebierbrennerei/Braunbierbrennerei. Die städtebaulich exponierte Lage prägte den Ort als Abschluss des Ortes zur Allerbrücke.[2]
Die eingeschossige denkmalgeschützte Remise aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit Satteldach sowie straßenseitiger, seitlicher Toröffnung und hofseitigen Holztüren ergänzt die Anlage. Fenster mit Stichbögen bzw. Korbbogen. Ecklisenen und Backsteinziersetzungen an Traufe, Ortgang und als Tropfenfries an der Giebelseite gestalten das Haus.[3]
Die Gemeinde kaufte 2016 das inzwischen sanierungsbedürftige Anwesen mit unklarer späterer Nutzung.
Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… Es handelt sich um eine beispielhafte Ausprägung dieses Bautyps aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, in der sich eine im historischen Sinne klassische Verbindung zweier Funktionen wiederfindet, die für ein Landstädtchen von Bedeutung waren.“
Einzelnachweise
- ↑ Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen
- ↑ Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen
- ↑ Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen
Koordinaten: 52° 40′ 38,2″ N, 9° 54′ 27,5″ O