Gaststätte Waldfrieden (Lindow (Mark))

Die Gaststätte Waldfrieden, ehemals Schützenhaus, Arthur-Fleury-Straße 54 in Lindow (Mark), ist vollständig und authentisch erhalten. Sie ist ein Beispiel einer Ausflugsgaststätte um 1900 und veranschaulicht exemplarisch die damalige Entwicklung Lindows zum Ausflugs- und Kurort.

1847 wurde die Schützengilde Lindow gegründet und ein hölzernes Schützenhaus an der Straße nach Gühlen gebaut. Dieses wurde 1866 durch einen Brand zerstört. Bald danach wurde die heutige Anlage errichtet. Ab 1895 erfolgten mehrere Umbauten und Erweiterungen durch die Gastwirte Wilhelm Arndt beziehungsweise Carl Heinrich. Sie wurden durch Ewald Drescher ausgeführt. 1905/06 wurde der Saalbau nach einem Brand wiederhergestellt, und es wurde das Gasthaus aufgestockt.

Das Ensemble besteht aus einer unregelmäßigen vierseitigen Hofanlage mit Gasthaus, Saalbau, Wirtschaftsgebäuden und Schießhaus mit Schießständen. Südlich der Hofanlage befindet sich das Logierhaus mit Laubengang und acht Gästezimmern. Daneben befindet sich ein Pavillon, der mit reichen Schnitzarbeiten verziert ist. Seine ursprünglich offenen Seiten wurden Anfang des 20. Jahrhunderts verschlossen.[1]

Einzelnachweise

  1. Ulrike Schwarz und Matthias Metzler: Denkmale in Brandenburg, Landkreis Ostprignitz-Ruppin. In: Im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. 1. Auflage. Band 13.2. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2003, ISBN 3-88462-191-2, S. 75–77.

Koordinaten: 52° 57′ 51,3″ N, 12° 58′ 51,1″ O