Gasthaus „Zum Engel“ (Bad Bergzabern)
| Gasthaus „Zum Engel“ | ||
|---|---|---|
| Daten | ||
| Ort | Bad Bergzabern | |
| Baustil | Renaissance | |
| Baujahr | zwischen 1556 und 1579[1] | |
| Koordinaten | 49° 6′ 8″ N, 7° 59′ 51″ O | |
Das Gasthaus „Zum Engel“ ist ein Bauwerk in Bad Bergzabern. Es steht unter Denkmalschutz.
Lage
Das Gebäude steht mit der Hausnummer 45 in der Königstraße und ist Bestandteil der Denkmalzone Königstraße und Berggassen-Viertel.
Beschreibung
Beim Gebäude handelt es sich um einen prächtigen dreigeschossigen Renaissancebau, der vor 1579 entstand. Der Ausleger über dem Portal mit einem vergoldeten Engel in einem zierlichen Pavillon und dem Namensschild des Gasthauses kam 1800 hinzu.
Der zweiflügelige Bau aus Buntsandstein ist in einem stumpfen Winkel um einen Innenhof gebaut. Die Frontseite ist an beiden Ecken mit einem zweigeschossigen Erker versehen. Beide Flügel haben Volutengiebel, die mit schmiedeeisernen Windfahnen dekoriert sind.
Geschichte
Das seit dem 14. Jahrhundert bestehende, zu Pfalz-Zweibrücken gehörende Oberamt Bergzabern hatte seinen Sitz zunächst auf Burg Neukastel, ehe der Sitz 1555 nach Bergzabern verlegt wurde, wo in der Folgezeit das Amtshaus im Renaissancestil für diesen Zweck entstand. Nach dem Ende der pfalz-zweibrückischen Herrschaft im Zuge der Französischen Revolution wurde das Gebäude 1802 von Reinhard Fleckstein erworben, der es zum Gasthaus „Zum Engel“ umfunktionierte. Seit 1980 befindet es sich in Besitz der Stadt Bad Bergzabern. Bis 2015 wurde es gastronomisch genutzt.[2]
Das Haus wird seit 2025 generalsaniert. Die markanten rot-weißen Fensterläden wurden im Zuge der Sanierung abgenommen und werden auf Empfehlung der Denkmalschutzbehörde nicht ersetzt.[3]
Stadtmuseum
Im Haus befindet sich heute das Stadtmuseum Bad Bergzabern, ein Heimatmuseum, mit einer Sammlung zur Geschichte der Stadt, mit besonderem Schwerpunkt auf den Beziehungen der Region zum Elsass, sowie einer kleinen Mineraliensammlung. Eine Ausstellung im Obergeschoss dokumentiert Leben und Werke der Schriftstellerin Martha Saalfeld und ihres Ehemanns, des Malers und Graphikers Werner vom Scheidt.[4]
Literatur
- Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Südliche Weinstraße (PDF; 10,0 MB). Mainz 2023.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Gasthaus „Zum Engel“ verliert markante Fensterläden. In: rheinpfalz.de. 30. Juni 2025, abgerufen am 12. Oktober 2025.
- ↑ „Zum Engel“: Sanierung startet mit unschöner Entdeckung. In: rheinpfalz.de. 4. Juni 2025, abgerufen am 12. Oktober 2025: „Durch den fallenden Grundwasserpegel lagen die (Eichbalken) plötzlich trocken und wurden morsch – das Gebäude drohte, den Halt zu verlieren und zu zerfallen.“
- ↑ Christoph Demko: Gasthaus „Zum Engel“ verliert markante Fensterläden Rheinpfalz, 30. Juni 2025, abgerufen am 12. Oktober 2025
- ↑ Stadtmuseum Bad Bergzabern pfalz.de, abgerufen am 12. Oktober 2025