Gariep-Afrikaans

Gariep-Afrikaans
Oranjerivier-Afrikaans

Gesprochen in

Namibia Namibia
Sudafrika Südafrika
Linguistische
Klassifikation
Sprachcodes
ISO 639-1 af
ISO 639-2 afr
ISO 639-3 afr

Gariep-Afrikaans bzw. Oranjerivier-Afrikaans (fälschlicherweise auch Oranjerevier-Afrikaans) ist ein Dialekt des Afrikaans. Der Ausdruck Gariep-Afrikaans wird verwendet, um die indigenen Wurzeln des Dialekts zu betonen, da der Oranje in vorkolonialer Zeit als ǃGariepKlicklaut bekannt war.[1]

Gariep-Afrikaans wird hauptsächlich entlang der Westküste Südafrikas bis ins Namaqualand und dem Richtersveld am namensgebenden Oranje im Nordkap und auch dem südlichen Namibia gesprochen. Es gilt als die älteste Varietät des Afrikaans und entwickelte sich Ende des 16. Jahrhunderts. Sprecher gehören heute vor allem den Khoikhoi, Nama, San, Rehoboth Baster und Griqua an.[2]

Aussprache und sprachliche Unterschiede

Es gibt einen großen lexikalischen und syntaktischen Einfluss des Khoekhoegowab auf das Gariep-Afrikaans in seinen ganzen regionalen Formen. Der Dialekt unterscheidet sich phonetisch deutlich von anderen Varianten des Afrikaans.[3] Der [a]-Laut des Standardafrikaans wird weitgehend so ausgesprochen, das dort vorhandene [a:] wird meistens zu [a] verkürzt.[3] Vokalkürzungen sind ebenfalls typisch für das Gariep-Afrikaans.[3] Es gibt Palatalisierungen u. a. von K-Lauten.[3] Das Gariep-Afrikaans weist doppelte Diminutiv auf.[3]

Je weiter südlich man in den Sprachraum vordringt, desto mehr nutzt das Gariep-Afrikaans Elemente des Standard-Afrikaans. Das Gariep-Afrikaans nutzt vielerorts Entlabialisierungen. Wörter wie nogals, partykeers und onse sind häufiger anzutreffen.[4]

Unterteilung

Das Gariep-Afrikaans wird unterteilt in:[5][3]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Die kartering van Gariepafrikaans (Memento vom 17. Juli 2024 im Internet Archive)
  2. A general introduction to Afrikaans. In: Taalportaal, instituut voor de Nederlandse taal. Abgerufen am 25. November 2025.
  3. a b c d e f Die Afrikaanse Taalmuseum en -monument . Vortrag, 2021. Abgerufen am 11. November 2025.
  4. Oranjerivierafrikaans is nxa!: ’n onderhoud met Anzil Kulsen. Menán van Heerden, Anzil Kulsen, 26. Oktober 2017.
  5. Luan Staphorst: Oranjerivierafrikaans, ʼn Argeologiese Genealogie. Deel III. 1980-1998. In: Stellenbosch Papers in Linguistics Plus, April 2024 (online abrufbar)