Głębokie (Stettin)
| Głębokie | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen
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| Woiwodschaft: | Westpommern | |
| Gmina: | Stettin | |
| Geographische Lage: | 53° 29′ N, 14° 29′ O | |
| Einwohner: | ||
Głębokie (deutsch Glambeck) ist ein Ortsteil der polnischen Stadt Stettin. Der Ort gehört zum Stadtteil Głębokie-Pilchowo.
Lage
Der Stadtteil liegt im Nordwesten des Stadtgebietes und grenzt im Norden an Polchow (Pilchowo), im Osten an Wussow (Osowo), im Süden an Braunsfelde (Pogodno) und Kreckow (Krzekowo) und im Westen an Brunn (Bezrzecze) und Kreckow. Aus dem Stadtzentrum von Stettin fährt die Linie 9 (Brama Portowa) nach Glambeck, teils auch die Linie 10. Glambeck liegt im Brunner Wald (Park Leśny Głębokie), einem Teil der Ueckermünder Heide (Puszcza Wkrzańska). In der Nähe befindet sich auch der Eckersberger Wald (Las Arkoński). Zwei Kilometer östlich von Glambeck befinden sich die Siebenbachmühlen (Dolina Siedmiu Młynów), wo im Mittelalter sieben Getreidemühlen von der schnell fließenden Klingendebecke (Osówka) angetrieben wurden.
Geschichte
Der Ort ist 1266 in einer Urkunde über Übergabe des Dorfes Brunn sowie der Hälfte von Glambeck durch Herzog Barnim an das Marienstift in Stettin erwähnt. Am 9. Februar 1267 verlieh der Camminer Bischof Hermann der Marienkirche zu Stettin den Zehnten aus 40 Hufen des Dorfes Glambeck. Mitte des 14. Jahrhunderts war das Marienstift im Besitz des gesamten Dorfes. Im Jahre 1418 erlaubten die Herzöge Otto II. und Kasimir IV. Wasser aus dem Glambecksee (Jezioro Głębokie) für den besseren Betrieb der Mühlen am Bach Klingendebecke (Osówka) abzuzweigen. Eine Aufzeichnung aus dem Jahr 1527 besagt, dass das Dorf verschwunden ist. Nach örtlicher Sage soll es in der Erde versunken und vom Wasser des Glambecksees überflutet worden sein. Jedes Jahr am Johannistag sollen zur Mittagszeit die Glambecker Kirchenglocken aus dem See herauf geläutet haben. 1590 gelangte der Ort an die Ramin. Ende des 19. Jh. wurde der Glambecker See ein beliebtes Ausflugsziel. In den 1920er Jahren beauftragte Oberbürgermeister Friedrich Ackermann Karl Weißhaupt mit der Anlage städtischer Naherholungsgebiete. In diesem Rahmen ließ die Stadt 1926 am Glambecksee ein Freibad anlegen. Nach 1932 wird ein Projekt zur Bebauung des Gebiets zwischen See und Tarnauerweg begonnen. Die erste Bauetappe betraf das Gebiet, das am nächsten an Stettin liegt, westlich der Chausseestraße (heute ulica Zegladiwicza), danach war die Bebauung des Hubertuswegs (ulica Pogodna) und der Raminstrase (ulica Jaworowa) vorgesehen. Die dritte Bauetwappe war die Verlängerung des Hubertuswegs und der Raminstrase, die vierte Etappe Bebauung der anderen Seite der Chausseestraße. Die Siedlung wurde ein prestigeträchtiger Wohnort, doch wurden die Entwicklungsprojekte kriegsbedingt nicht vollendet. 1939 wurde Gkambeck nach Groß Stettin eingemeindet. Am 4. Oktober 1945 etablierte sich eine polnische Verwaltung im Ort und die bisherige Bevölkerung musste ihre Häuser verlassen. Weil polnische Banden ihr Unwesen trieben, wurden viele Häuser zunächst nicht wieder besiedelt. 1959 wurde an der Raminstraße ein Schulgebäude errichtet, Mitte der 1960er Jahre wurden viele Einfamilienhäuser gebaut und Kriegslücken geschlossen.
Einrichtungen
Hauptattraktion von Glambeck ist der See, an dem das Freibad immer noch in Betrieb ist. Es gibt eine Apotheke, eine Post, einen Supermarkt und eine Kirche zum Heiligen Albert. Um den Angelsee (Staw Wędkarski) führt ein Spazierweg.
Quellen
- Edda Gutsche: Wohnen zwischen Wald und See – Die Siedlung Glambecksee, Stettin. In: Pommern. Zeitschrift für Kultur und Geschichte, Heft 3/2025, S. 32–35, ISSN 0032-4167.
Literatur
- Marek Łuczak: Szczecin Warszewo Warsow Osów Wussow Głębokie Glambeck, Szczecin 2011
- Ders.: Szczecin Warszewo-Osów-Głębokie. Warsow-Wussow-Glambeck, Szczecin 2022
- Bogdana Kozińska: Osied-le leśno-parkowe Głębokie w Szczecinie in: Sztuka XX wieku w Szczecinie i na Pomorzu Zachodnim. Przemiany i kontynuacje. Materiały z Seminarium Naukowego Szczecińskiego Oddziału Stowarzyszenia Historyków Sztuki Szczecin, 18-19 listopada 2005, S. 37 ff.
- https://historyczny.szczecin.pl/legenda-o-dzwonach-glebokie/