Gănești (Mureș)
| Gănești Gallendorf Vámosgálfalva | ||||
|---|---|---|---|---|
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | Rumänien | |||
| Historische Region: | Siebenbürgen | |||
| Kreis: | Mureș | |||
| Koordinaten: | 46° 20′ N, 24° 21′ O | |||
| Zeitzone: | OEZ (UTC+2) | |||
| Höhe: | 325 m | |||
| Fläche: | 49,64 km² | |||
| Einwohner: | 3.131 (1. Dezember 2021[1]) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 63 Einwohner je km² | |||
| Postleitzahl: | 547255 | |||
| Telefonvorwahl: | (+40) 02 65 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | MS | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2024[2]) | ||||
| Gemeindeart: | Gemeinde | |||
| Gliederung: | Gănești, Păucișoara, Seuca, Sub Pădure | |||
| Bürgermeister : | Elemér Balog (UDMR) | |||
| Postanschrift: | Str. Principală, nr. 548 loc. Gănești, jud. Mureș, RO–547255 | |||
| Website: | ||||
Gănești [] (veraltet Galfalău oder Ganfalău; deutsch Gallendorf, ungarisch Vámosgálfalva) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Der Ort Gănești ist auch unter den deutschen Bezeichnungen Hahnendorf und Hannendorf und den ungarischen Küküllőgálfalva und Gálfalva bekannt.[3]
Geographische Lage
Die Gemeinde Gănești liegt im Kokeltal (Podișul Târnavelor) im südlichen Teil des Kreises Mureș. Am Oberlauf der Târnava Mică (Kleine Kokel), der Kreisstraße (Drum județean) DJ 142 und der Bahnstrecke Blaj–Târnăveni–Praid befindet sich der Ort Gănești fünf Kilometer östlich von der Stadt Târnăveni (Sankt Martin) und 33 Kilometer südwestlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.
Geschichte
Der Ort Gănești wurde erstmals, nach unterschiedlichen Angaben, 1302[4] oder 1314 urkundlich erwähnt.[5] Auf dem Areal des Dorfes Gănești wurden archäologische Objekte aus der Jungsteinzeit gefunden.[6] Im Mittelalter waren im Ort mehrere kleine ungarische Adelshöfe.[5] 1638 wird hier in Gallendorf das erste Presbyterium in Siebenbürgen gegründet.[4]
Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Dicsőszentmárton (Târnăveni) in der Gespanschaft Klein-Kokelburg, anschließend dem historischen Kreis Târnava-Mică und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.
Bevölkerung
Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt:
| Volkszählung | Ethnie | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Bevölkerung | Rumänen | Ungarn | Deutsche | andere | |||
| 1850 | 2.527 | 1.109 | 1.349 | - | 69 | |||
| 1930 | 3.876 | 1.180 | 2.542 | 11 | 143 | |||
| 1966 | 4.575 | 1.387 | 3.026 | 31 | 131 | |||
| 2002 | 3.836 | 974 | 2.565 | 4 | 293 | |||
| 2011 | 3.573 | 858 | 2.290 | 2 | 423 (Roma 344) | |||
| 2021 | 3.131 | 745 | 1.857 | 4 | 525 | |||
Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl der Rumänen 1966 und die der Rumäniendeutschen registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Magyaren (3052) 1977 und die der Roma (367) 2021 ermittelt.[7]
Sehenswürdigkeiten
- In Gănești steht die römisch-katholische Kirche, von 1806 bis 1809 errichtet, unter Denkmalschutz.[8]
- Im eingemeindeten Dorf Seuca (Dunkeldorf) steht das Herrenhaus des Landguts Rhédei-Rothenthal, Ende 18. (Hausflügel B) bzw. 1898 (Hausflügel B) errichtet, unter Denkmalschutz.[8]
- Im eingemeindeten Dorf Sub Pădure (Unterwald) verfügt die Holzkirche Sf. Arhanghel (Hl. Erzengel) über einen Glockenturm aus dem 17. und eine Apsis aus dem 18. Jahrhundert, die unter Denkmalschutz stehen.[8] Das Bauwerk ist dem Verfall preisgegeben.
- In den vier Dörfern der Gemeinde befinden sich vier orthodoxe, drei reformierte, zwei römisch-katholische und eine unitarische Kirche sowie ein Sakralbau der Pfingstbewegung.[4]
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Landsitzes Rhédei-Rothenthal, Corp A
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Landsitzes Rhédei-Rothenthal, Corp B
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Katholische Kirche in Seuca
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Holzkirche in Sub Pădure
Städtepartnerschaften
Die Dörfer der Gemeine Gănești pflegen Städtepartnerschaften mit dem Ortsteil Csepel von Budapest und den ungarischen Gemeinden Nagyhegyes, Tiszalúc, Vámosatya und Magyarcsanád.[9]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).
- ↑ Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 17. Dezember 2024 (rumänisch).
- ↑ Arcanum Kézikönyvtár: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium. Abgerufen am 3. Februar 2018 (ungarisch).
- ↑ a b c Gemeinde Gănești: Istorie. primariaganesti.ro, abgerufen am 3. März 2018 (rumänisch).
- ↑ a b Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
- ↑ Repertoriul Arheologic al României – Gănești, abgerufen am 4. März 2018 (rumänisch).
- ↑ Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 ( des vom 16. Juli 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 1 MB; ungarisch)
- ↑ a b c Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch)
- ↑ Gemeinde Gănești: Localități înfrățite. primariaganesti.ro, abgerufen am 3. März 2018 (rumänisch).