Günter Warda
Heinz-Günter Warda (* 22. Februar 1926 in Groß Rominten, Ostpreußen; † 2. September 2016) war ein deutscher Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer. Er lehrte bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1994 Strafrecht an der Ruhr-Universität Bochum.
Leben
Warda studierte von 1946 bis 1949 Rechtswissenschaften an der Universität Marburg. Er wurde 1954 an der Universität zu Köln mit einer Arbeit über Die Abgrenzung von Tatbestands- und Verbotsirrtum bei Blankettstrafgesetzen zum Dr. jur. promoviert. 1956 wurde er Landgerichtsrat in Düsseldorf und 1961 habilitierte er sich – in Köln – mit einer Schrift über Dogmatische Grundlagen des richterlichen Ermessens im Strafrecht. Warda war ein Schüler des Kölner Strafrechtlers Richard Lange.
Im Jahr 1961 begann Warda seine Lehrtätig als Privatdozent. 1962 wurde er zum ordentlichen Professor für Straf- und Prozessrecht an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ernannt. 1965 wechselte er an die Ruhr-Universität Bochum, die sich damals noch im Aufbau befand.
Warda war ein akademischer Lehrer des Trierer Strafrechtlers Volker Krey.
Heinz-Günter Warda war evangelisch, ab 1955 verheiratet mit Wera Warda, geborener Schürholz, und hatte einen Sohn (Axel).
Schriften (Auswahl)
- Die Abgrenzung von Tatbestands- und Verbotsirrtum bei Blankettstrafgesetzen. De Gruyter, Berlin 1955.
- Dogmatische Grundlagen des richterlichen Ermessens im Strafrecht. Heymann, Köln 1962.
- als Hrsg.: Festschrift für Richard Lange zum 70. Geburtstag. De Gruyter, Berlin 1976, ISBN 3-11-006546-0.
Literatur
- Warda, Heinz Günter. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1305.
- Gerd Geilen: Günter Warda zum 70. Geburtstag. In: JuristenZeitung, Jahrgang 1996, S. 357.
- Gerd Geilen: Günter Warda zum 80. Geburtstag. In: JuristenZeitung, Jahrgang 2006, S. 244.
Weblinks
- Literatur von und über Günter Warda im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek