Günter Pfeiffer (Landrat)
Günter Pfeiffer (* 26. Februar 1915 in Züllichau; † 17. Februar 1982 in Nagold) war ein deutscher Kommunalpolitiker. Er war von 1963 bis 1980 Landrat des Landkreises Calw.
Werdegang
Pfeiffer legte das Abitur am humanistischen Gymnasium in seiner Heimatstadt Züllichau ab. Anschließend studierte er Staats- und Rechtswissenschaften in Göttingen und Königsberg. 1938 legte er das erste juristische Staatsexamen beim Oberlandesgericht Königsberg ab und war dort anschließend Rechtsreferendar. 1942 legte er das zweite juristische Staatsexamen in Berlin ab und wurde anschließend der Bezirksregierung in Köln als Regierungsassessor zugeteilt. Im gleichen Jahr meldete er sich freiwillig zum Wehrdienst. Am Ende des Zweiten Weltkriegs geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung kam er im Juni 1945 bei seiner Mutter unter, die nach Raguhn geflüchtet war. 1946 eröffnete er gemeinsam mit seiner Mutter ein Textilgeschäft.
Pfeiffer heiratete 1947 und floh 1950 aus der DDR nach Württemberg. 1955 trat er in den Dienst des Landes Baden-Württemberg ein und wurde Regierungsassessor in der Verwaltung des Landkreises Reutlingen. Anschließend war er von 1957 bis 1961 als Oberregierungsrat Erster Landesbeamter und Stellvertreter des Landrats des Landkreises Calw. Danach war er in gleicher Funktion beim Landkreis Esslingen tätig. 1963 wurde er schließlich mit 25 von 40 Stimmen vom Kreistag zum Landrat des Landkreises Calw gewählt. 1971 und 1973 (nach der Kreisreform) wurde er wiedergewählt. 1972 trat er der CDU bei. Er amtierte bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Ende Februar 1980.
Pfeiffer war Vorstandsmitglied der Deutschen Krankenhausgesellschaft und Vorsitzender des Blasmusikverbands Calw. 1980 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen. Ihm wurde auf dem Calwer Friedhof ein Ehrengrab gewidmet.