Funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenoperation
Bei der funktionellen endoskopischen Nasennebenhöhlenoperation (Functional Endoscopic Sinus Surgery, FESS) handelt es sich um ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung von Engstellen in den Nasennebenhöhlen. Durch den besseren Sekretabfluss und die verbesserte Belüftung[1] wird die Regeneration der Schleimhaut gestärkt. Der Eingriff erfolgt meistens durch die Nasenlöcher. Anwendung findet das Verfahren hauptsächlich bei chronischer Sinusitis wenn andere Methoden versagen.[2]
Im Zuge einer FESS können, nach Bedarf, folgende Maßnahmen durchgeführt werden:
- Erweiterung und Fensterung der Nasennebenhöhlen[3]
- Entfernung von Nasenpolypen
- Infundibulotomie[3]
- Entfernung von geschädigtem und störendem Gewebe
Zusätzlich kann erfolgen:
- Entfernung der Rachenmandeln
- Nasenmuschelverkleinerung
- Nasenscheidewandkorrektur
- Behandlung einer Tubenbelüftungsstörung
In schwierigen Fällen kann alternativ der Zugang über die Mundhöhle mit der Caldwell-Luc-Operation erfolgen.
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ D. W. Kennedy: Functional Endoscopic Sinus Surgery: Technique. In: Archives of Otolaryngology - Head and Neck Surgery. Band 111, Nr. 10, 1. Oktober 1985, ISSN 0886-4470, S. 643–649, doi:10.1001/archotol.1985.00800120037003 (jamanetwork.com [abgerufen am 28. Oktober 2025]).
- ↑ AWMF Leitlinienregister. Abgerufen am 28. Oktober 2025.
- ↑ a b Langzeitergebnisse nach funktionell endoskopischer Chirurgie der Nasennebenhöhlen. Abgerufen am 28. Oktober 2025.