Fujiwara no Tadamichi

Fujiwara no Tadamichi (jap. 藤原 忠通; * 1097; † 1164) war der älteste Sohn des japanischen Regenten (Kampaku) Fujiwara no Tadazane und ein Mitglied des politisch einflussreichen Clan der Fujiwara. Von 1123 bis 1158 war er Sesshō und Kampaku der Kaiser Sutoku und Konoe und Kampaku von Go-Shirakawa.[1]

Leben

Tadamachi war der ältere Halbbruder von Fujirawa no yorinaga († 1156), er ist der Verfasser des Tagebuchs Taiki 台記. Er absolvierte im jahre 1107 seine Volljährigkeitszeremonie und übernahm schnell ein Amt als Kammerherr im unteren Rang des höheren fünften Ranges. Im darauffolgenden Jahr wurde er zum mittleren Hauptmann der rechten Kaiserlichen Leibgarde und erhielt den unteren Rang des Jüngeren vierten Ranges.[1]

Als er im Jahre 1115 etwa achtzehn Jahre alt wurde, war er bereits zum hlheren zweiten Rang aufgestiegen und hatte sein erstes Amt übernommen, nämlich das des Palastministers (Naidaijin 内大臣). Tadamachi schaffte es trotz vieler Unruhen in dem Jahren 1156 und 1160 weiter befördert zu werden.[1]

Er besaß die höchsten Ämter des Reiches bis 1158, jedoch wurde er schließlich entmachtet und wurde daraufhin: Kampaku (Regent) ab 1121, danach Minister der Linken (1122), daraufhin Amt des Sesshō (1123) wurde trotz dessen danach Großkanzler (1128), über mehr als dreijahrzente stand Tadamichi an der Spitze der Macht, und hatte durch seine Macht verschiedene Kombinationen der vier höchsten Staatsämter, bis er etwa 1150 seine Ämter nacheinander niederlegte.[1]

Aufstände

Während des Hōgen-Aufstands (1156) kämpfte Tadamichi und seine Soldaten gegen seinen eigenen Vater Tadazane und seinen jüngeren Bruder Yorinaga; Tadamichis Position Siegte. Der Auslöser des Konflikts war ein Streit um die kaiserliche nachfolge: Tadamichi unterstütze den regierenden Kaiser Go-Shirakawa 1127–1192, die gegen Fraktion von Kaiser Sutoku des abgedankten Kaisers hat die Thronbesteigung angefochten.[2]

Go- Shirakawa hat ab 1158 abgedankt um als klösterlicher Kaiser bis zu seinem Tod zu leben. im selben Jahr legte Tadamachi seinen letzten Amt Kanpaku nieder, inmitten der Politischen und militärischen chaoses. Bis 1162 hatte er seinen Wohnsitz in Hosshōji (法性寺), im Jahre 925 ein Buddhist gründete ein Reines Land Tempel im Higashiyama-Gebiet von Kyōto. Er legte die buddhistische Gelübde ab und nahm den Ordensnamen Enkan (圓觀) an.[1]

Familie

Tadamichi hatte von verschiedenen Frauen mehr als ein Dutzend Kinder darunter:

  • Fujiwara no Kiyoko (1122–1182), Zweitfrau des Sutoku-Tennō,
  • Konoe Motozane (1143–1166), Kampaku und Gründer der Konoe-Familie,
  • Matsudono Motofusa (1145–1231), Sesshō, Kampaku und Gründer der Matsudono-Familie,
  • Fujiwara no Muneko (1146–1173), Zweitfrau des Nijō-Tennō und Mutter des Rokujō-Tennō,
  • Kujō Kanezane (1149–1207), Kampaku, Daijō Daijin und Gründer der Kujō-Familie,
  • Fujiwara no Kanefusa (1153–1217), Daijō Daijin,
  • Jien (1155–1225), Oberpriester der buddhistischen Tendai-shū,
  • Fujiwara no Shimeko (1131–1176), Zweitfrau des Konoe-Tennō.

Einzelnachweise

  1. a b c d e Fujiwara no Tadamichi: Hosshōji-dono gyoshū 法性寺殿御集. In: Hosshōji-dono gyoshū 法性寺殿御集. Judith N. Rabinovitch & Timothy R. Bradstock, 1145, S. 2, abgerufen am 6. Januar 2026 (primär, englisch, (mit, originaltext, in, kanji/klassischem, chinesisch).
  2. Interactive-Visual-Analysis-of-Personal-Names-in-Japanese-Historical-Diary.pd. In: Interactive Visual Analysis of Personal Names in Japanese Historical Diary. 6. Januar 2026, S. 279 ( auf dem Link gedrückt erscheinen nur 3 Seiten die 2 Seite sollte die angegebene Quelle sein), abgerufen am 6. Januar 2026 (englisch).