Fuchsleite (Weimar)
Sowohl Schießhaushölzchen als auch die Fuchsleite sind Teilstücke des naturgeschützten Waldgebietes Webicht in Weimar. Das Webicht selbst steht auf der Liste der Kulturdenkmale in Weimar (Sachgesamtheiten und Ensembles). Die Bezeichnung Fuchsleite gibt es allerdings auch anderenorts.
Die Fuchsleite hat als natürliche Begrenzung die Ilm. Als künstliche Begrenzung trennt das Ilmviadukts die Fuchsleite vom Schießhaushölzchen ab ebenso wie die Tiefurter Allee. Es reicht bis zur Kläranlage. In diesem Abschnitt des Webichts gibt es einen Gedenkstein für einen am 5. April 1945 für einen von der SS verübten Massenmord an 149 Häftlingen. Die Position des Gedenkstein ist allerdings nicht der genaue Tatort.
Von der Kegelbrücke an bis zum Klärwerk verläuft zudem an der Ilm einer der wichtigsten Wanderwege als Teil der Carolinenpromenade durch dieses Waldgebiet.
Die Bezeichnung leite rührt aus dem Mittelhochdeutschen lite von einem bewaldeten Berghang her. Laut dem Flurnamensforscher Günther Hänse kommt Bezeichnung Fuchsleite zum ersten Mal 1805 auf.[1] Das ist wohl kein Zufall, denn 1805 wurde der von Heinrich Gentz entworfene Bau des Schießhauses vollendet. Das Schießhaushölzchen schließt sich an die Fuchsleite an. Schon früh war auch dieses Waldstück Gegenstand der botanischen Interesses, wie Christian Benjamin Erfurth schon 1867 beweist.[2]
Einzelnachweise
- ↑ Günther Hänse: Die Flurnamen des Stadt- und Landkreises Weimar, Akademie-Verlag, Berlin 1970, S. 48 f.
- ↑ Christian Benjamin Erfurth: Flora von Weimar mit Berücksichtigung der Culturpflanzen, Hermann Böhlau, Weimar 1867, S. 220. Von diesem Werk erschien 1882 eine überarbeitete Neuauflage.