Fußball-Weltmeisterschaft 2026/Brasilien

Fußball-Weltmeisterschaft 2026:
Brasilien
Trainer Fernando Diniz (6 QS), Dorival Júnior (8 QS), Carlo Ancelotti (4 QS)
Kapitän Marquinhos (9 QS), Casemiro (4 QS), Danilo (4 QS) Alisson (1 QS),
Qualifiziert als Fünfter der Südamerika-Qualifikation
Weltranglistenplatz
vor dem Turnier
7
Tore  :

Dieser Artikel behandelt die brasilianische Fußballnationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Rekordweltmeister Brasilien konnte sich am drittletzten Spieltag der südamerikanischen Qualifikation vorzeitig qualifizieren. Die Mannschaft nimmt zum 23. Mal teil und bleibt damit die einzige Mannschaft, die bei keiner Endrunde fehlte.

Qualifikation

Die Mannschaft qualifizierte sich über die Qualifikation des südamerikanischen Fußballverbandes CONMEBOL, bei der alle zehn CONMEBOL-Mitglieder in Hin- und Rückspielen gegeneinander spielen. Die Qualifikation begann im September 2023 und endete im September 2025.

Spiele

Der Rekordweltmeister musste sich in der Qualifikation gegen die anderen neun südamerikanischen CONMEBOL-Mitglieder in einer Jeder-gegen-Jeden-Runde mit Hin- und Rückspielen qualifizieren. Dabei konnten sich die ersten sechs Mannschaften direkt qualifizieren und die siebtbeste Mannschaft kann sich noch über die interkontinentalen Playoffs qualifizieren. Brasilien konnte von den 18 Qualifikationsspielen acht gewinnen, spielte viermal remis und verlor sechs Spiele. Brasilien begannen die Qualifikation unter dem neuen Nationaltrainer Fernando Diniz mit einem 5:1-Sieg gegen Bolivien. Von den nächsten fünf Spiele wurden aber drei verloren – in Uruguay und Kolumbien sowie daheim gegen Argentinien, worauf Diniz durch Dorival Júnior ersetzt wurde. Unter ihm schied Brasilien bei der Copa América 2024 im Viertelfinale aus und konnte von acht Qualifikationspielen nur vier gewinnen. Nach einer 1:4-Niederlage gegen Argentinien wurde auch er entlassen, woraufhin der eigentliche Wunschtrainer Carlo Ancelotti das Amt übernahm. Für den Italiener ist es die erste Station als hauptverantwortlicher Nationaltrainer. Mit Vereinen konnte er fünfmal die UEFA Champions League gewinnen und als einziger Trainer die Meisterschaft in allen fünf europäischen Topligen. Sein Debüt mit Brasilien gegen Ecuador endete torlos. Mit einem 1:0-Sieg im 16. Spiel gegen Paraguay qualifiizierte sich Brasilien aber vorzeitig für die WM-Endrunde. Vor der Qualifikation belegte Brasilien in der FIFA-Weltrangliste den dritten Platz, am Ende der Qualifikation Platz 7.

Insgesamt wurden 60 Spieler in den 18 Spielen eingesetzt, davon 15 aus dem letzten WM-Kader und 22, die auch bei der dazwischen ausgetragenen Copa América 2024 eingesetzt wurden. 16 Spieler wurden nur einmal eingesetzt. Lediglich zehn Spieler wurden in mindestens der Hälfte der Spiele eingesetzt. Nur Marquinhos kam in allen Spielen zum Einsatz und kam am vorletzten Spieltag zu seinem 100. Länderspiel. Auf 16 Spiele brachte es Bruno Guimarães, der einmal nach der zweiten Gelben Karte pausieren musste, 14 Einsätze hatte Gabriel Magalhães, der im ersten Qualifikationsspiel sein Debüt gab und auch einmal nach der zweiten Gelben Karte nicht mitwirken durfte. Raphinha wurde in 13 Spielen eingesetzt und musste zweimal gelb-bedingt pausieren. Rodrygo wurde in 12 Spielen eingesetzt. Rekordtorschütze Neymar konnt nur in den ersten vier Spielen mitwirken. Bei der 0:2-Niederlage im vierten Spiel gegen Uruguay am 17. Oktober 2023 riss sich Neymar das vordere Kreuzband sowie den Meniskus im linken Knie und musste operiert werden.[1] Er kam danach noch nicht wieder zum Einsatz.

22 Spieler gaben ihr Debüt in der Qualifikation. Neben Gabriel Magalhães im ersten Spiel auch Caio Henrique (insgesamt 2 Spiele), im dritten Spiel Yan Couto (2), im vierten Spiel Carlos Augusto (2), im fünften Spiel Endrick (6), João Pedro (5), Paulinho (1) und Pepê (1), im sechsten Spiel Nino (1), nach der Copa im siebten Spiel Luiz Henrique (8) und Estêvão (7), im neunten Spiel Abner Vinícius (4) und Igor Jesus (4), im zehnten Spiel Matheus Pereira (1), im 13. Spiel Wesley (3) und Léo Ortiz (2), im 14. Spiel Murillo (1), im 15. Spiel, dem ersten unter Carlo Ancelotti, Alexsandro Ribeiro (2), im 17. Spiel Kaio Jorge (1) sowie im letzten Spiel Jean Lucas (1), Samuel Lino (1) und Vitinho (1).

Im Tor standen Alisson (9 Spiele), Ederson (8 Spiele) und Bento (2 Spiele, davon einmal nach Auswechslung des verletzten Alisson).

Bester Torschütze war Raphinha mit fünf Toren. Insgesamt trafen 15 Spieler für Brasilien 24-mal ins Tor. Ihre ersten Länderspieltore erzielten Gabriel Magalhães, Gabriel Martinelli, Igor Jesus (beim Debüt), Luiz Henrique, Gerson, Matheus Cunha und Estêvão.

Datum Spielort Gastgeber Gast Ergebnis Torschützen für Brasilien Trainer
08.09.2023 Belém Brasilien Bolivien 5:1 (1:0) Neymar (2), Rodrygo (2), Raphinha Fernando Diniz
12.09.2023 Lima Peru Brasilien 0:1 (0:0) Marquinhos
12.10.2023 Cuiabá Brasilien Venezuela 1:1 (0:0) Gabriel Magalhães 1
17.10.2023 Montevideo Uruguay Brasilien 2:0 (1:0)
16.11.2023 Barranquilla Kolumbien Brasilien 2:1 (0:1) Gabriel Martinelli 1
21.11.2023 Rio de Janeiro Brasilien Argentinien 0:1 (0:0)
06.09.2024 Curitiba Brasilien Ecuador 1:0 (1:0) Rodrygo Dorival Júnior
10.09.2024 Asunción Paraguay Brasilien 1:0 (1:0)
10.10.2024 Santiago de Chile Chile Brasilien 1:2 (1:1) Igor Jesus 1, Luiz Henrique 1
15.10.2024 Brasília Brasilien Peru 4:0 (1:0) Raphinha (2), Andreas Pereira, Luiz Henrique
14.11.2024 Maturín Venezuela Brasilien 1:1 (0:1) Raphinha
19.11.2024 Salvador Brasilien Uruguay 1:1 (0:0) Gerson 1
20.03.2025 Brasília Brasilien Kolumbien 2:1 (1:1) Raphinha, Vinícius Júnior
25.03.2025 Buenos Aires Argentinien Brasilien 4:1 (3:1) Matheus Cunha 1
05.06.2025 Guayaquil Ecuador Brasilien 0:0 Carlo Ancelotti
10.06.2025 São Paulo Brasilien Paraguay 1:0 (1:0) Vinícius Júnior
04.09.2025 Rio de Janeiro Brasilien Chile 3:0 (1:0) Estêvão 1, Lucas Paquetá, Bruno Guimarães
09.09.2025 El Alto Bolivien Brasilien 1:0 (1:0)
1 
Erste(s) Länderspieltor(e) des Spielers

Abschlusstabelle

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Argentinien Argentinien  18  12  2  4 031:100 +21 38
 2. Ecuador Ecuador 2  18  8  8  2 014:500  +9 29
 3. Kolumbien Kolumbien  18  7  7  4 028:180 +10 28
 4. Uruguay Uruguay  18  7  7  4 022:120 +10 28
 5. Brasilien Brasilien  18  8  4  6 024:170  +7 28
 6. Paraguay Paraguay  18  7  7  4 014:100  +4 28
 7. Bolivien Bolivien  18  6  2  10 017:350 −18 20
 8. Venezuela Venezuela  18  4  6  8 018:280 −10 18
 9. Peru Peru  18  2  6  10 006:210 −15 12
10. Chile Chile  18  2  5  11 009:270 −18 11

Anmerkung

2 
Noch vor dem Beginn der Qualifikation wurden Ecuador drei Punkte abgezogen, da sie bei der letzten WM-Qualifikation für Byron Castillo eine Geburtsurkunde mit falschem Geburtsdatum und -ort vorgelegt hatten.[2]

Vorbereitung

Spiele

Datum Ergebnis Gegner 1 Austragungsort Anlass Torschützen für Brasilien
10. Okt. 2025 5:0 Korea Sud Südkorea Seoul, Seoul-World-Cup-Stadion (KOR) Freundschaftsspiel Estêvão (2), Rodrygo (2), Vinicius Junior
14. Okt. 2025 2:3 Japan Japan Tokio, Ajinomoto-Stadion (JPN) Freundschaftsspiel Paulo Henrique 2, Gabriel Martinelli
15. Nov. 2025 2:0 Senegal Senegal London, Emirates Stadium (GBR) Freundschaftsspiel Casemiro, Estêvão
18. Nov. 2025 1:1 Tunesien Tunesien Villeneuve d'Ascq, Stade Pierre-Mauroy (FRA) Freundschaftsspiel Estêvão/Elfm.
26. März 2026 -:- Frankreich Frankreich Foxborough, Gillette Stadium (USA) Freundschaftsspiel
31. März 2026 -:- Kroatien Kroatien Orlando, Camping World Stadium (USA) Freundschaftsspiel

Anmerkungen:

1 
Kursiv gesetzte Mannschaften sind nicht für die WM qualifiziert.
2 
Erstes Länderspieltor des Spielers

Endrunde

Gruppenspiele

Für die am 5. Dezember 2025 vorgenommene Auslosung der Endrundengruppen wurde Brasilien am 25. November Topf 1 zugeordnet.[3]

Spielorte der Brasilianer

Brasilien wurde als erste Mannschaft nach den Gastgebern aus den Lostöpfen gezogen und Gruppenkopf von Gruppe C. Zugelost wurden Marokko, Haiti und wie schon viermal zuvor Schottland. Gegen Haiti gab es erst ein Pflichtspiel bei der Copa Centenario 2016, das in der Vorrunde mit 7:1 gewonnen wurde sowie zwei Siege ohne Gegentor in Freundschaftsspielen. Gegen Marokko wurde bei der WM 1998 in der Vorrunde mit 3:0 gewonnen. Davor gab es schon einen Sieg in einem Freundschaftspiel, danach aber auch noch eine Niederlage in einem Freundschaftsspiel. Gegen die Schotten gab es in den WM-Vorrunden 1974, 1982, 1990, 1998 ein Remis und drei Siege, sowie fünf Siege und ein Remis in Freundschaftspielen. Durch das nun erneute Aufeinandertreffen wird es eine der beiden häufigsten Paarungen in WM-Vorrunden. Alle Spiele finden an der Ostküste der USA statt.

Wenn Brasilien Gruppensieger wird, treffen die Brasilianer im Sechzehntelfinale in Houston auf den Zweiten der Gruppe F mit der Niederlande und Japan, als Gruppenzweiter in Guadalupe auf den Sieger der Gruppe F. Werden Brasilien, Deutschland, Frankreich und Spanien Gruppensieger kann Brasilien nur im Finale auf eine dieser Mannschaften treffen. Falls auch England und Argentinien Gruppensieger werden, könnte Brasilien als Gruppensieger im Viertelfinale auf England und im Halbfinale auf Argentinien treffen.

Sa., 13. Juni 2026 um 18:00 Uhr (So., 14. Juni um 0:00 Uhr MESZ) in East Rutherford
Brasilien Marokko -:- (-:-)
Fr., 19. Juni 2026 um 21:00 Uhr (Sa., 20. Juni um 3:00 Uhr MESZ) in Philadelphia
Brasilien Haiti -:- (-:-)
Mi., 24. Juni 2026 um 18:00 Uhr (Do., 25. Juni um 0:00 Uhr MESZ) in Miami Gardens
Schottland Brasilien -:- (-:-)
Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Brasilien Brasilien  0  0  0  0 000:000  ±0 00
 2. Marokko Marokko  0  0  0  0 000:000  ±0 00
 3. Haiti Haiti  0  0  0  0 000:000  ±0 00
 4. Schottland Schottland  0  0  0  0 000:000  ±0 00

Einzelnachweise

  1. Superstar Neymar fleht nach Verletzung um Unterstützung. In: n-tv Nachrichten. 19. Oktober 2023, abgerufen am 19. Oktober 2023.
  2. The CAS confirms the eligibility of the player Byron Castillo (Ecuador) but imposes sanctions against the Ecuadorian Football Federation for a violation of the FIFA regulations. (PDF) In: TAS-CAS-org. 8. November 2022, abgerufen am 3. August 2023 (englisch).
  3. fifa.com: Draw Procedures for the FIFA World Cup 2026TM