Fußball-Bezirksliga Suhl 1973/74

Bezirksliga Suhl 1973/74
Meister BSG Kali Werra Tiefenort
Aufsteiger BSG Kali Werra Tiefenort
Absteiger BSG Motor Hinternah
BSG Motor Schmalkalden
Mannschaften 14
Spiele 182  (davon 1 strafverifiziert)
Tore 570 (ø 3,15 pro Spiel)
(ohne strafverifizierte Spiele)
Zuschauer 60.000 (ø 331 pro Spiel)
(ohne strafverifizierte Spiele)
Torschützenkönig Jürgen Krug
(BSG Kali Werra Tiefenort; 22 Tore)
 Gelbe Karten 244  (ø 1,34 pro Spiel)
 Rote Karten 14  (ø 0,08 pro Spiel)
Bezirksliga Suhl 1972/73
Bezirksliga Suhl 1974/75 →
DDR-Liga 1973/74
2 Staffeln der
Bezirksklasse Suhl ↓

Die Fußball-Bezirksliga Suhl 1973/74 war die 22. Austragung der vom Bezirksfachausschuss (BFA) Fußball Suhl durchgeführten Bezirksliga Suhl. Sie war die höchste Spielklasse im Bezirk Suhl und die dritthöchste im Ligasystem auf dem Gebiet des DFV.

Der Vorjahresabsteiger aus der DDR-Liga, die BSG Kali Werra Tiefenort, sicherte sich ungeschlagen mit dreizehn Punkten Vorsprung auf Mitabsteiger BSG Chemie Glas Ilmenau nach 1968 den vierten Bezirksmeistertitel und kehrte postwendend in die übergeordnete DDR-Liga zurück.

Nach der Saison wurde die ASG Vorwärts Meiningen aufgelöst und nach Plauen kommandiert, wo sich die Armeesportgemeinschaft als ASG Vorwärts Plauen neugründete. In eine der untergeordneten Bezirksklassestaffeln stiegen der Vorjahresaufsteiger BSG Motor Hinternah und nach achtjähriger Zugehörigkeit die BSG Motor Schmalkalden ab. Im Gegenzug stiegen zur Folgesaison die beiden Erstplatzierten jeder Bezirksklassestaffel auf. Die waren aus der Staffel 1 die BSG Motor Neuhaus-Schierschnitz nach siebenjähriger Abwesenheit und nach zwei Spielzeiten die BSG Motor Sonneberg sowie aus der Staffel 2 der Vorjahresabsteiger die Zweitvertretung der BSG Kali Werra Tiefenort und die SG Dynamo Suhl als Bezirksliganeuling.

Abschlusstabelle

Standorte der Mannschaften der Bezirksliga Suhl
Meiningen → Vorwärts & Lokomotive
Pl. Mannschaft Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. BSG Kali Werra Tiefenort (A)  26  21  5  0 081:800 +73 47:50
 2. BSG Chemie Glas Ilmenau (A)  26  15  4  7 046:230 +23 34:18
 3. BSG Chemie Lauscha  26  11  8  7 048:450  +3 30:22
 4. ASG Vorwärts Meiningen II (1)  26  12  6  8 036:340  +2 30:22
 5. BSG Lokomotive Meiningen  26  10  7  9 031:240  +7 27:25
 6. BSG Motor ESKA Hildburghausen  26  11  4  11 047:460  +1 26:26
 7. BSG Motor Oberlind  26  9  8  9 033:360  −3 26:26
 8. BSG Motor Steinbach-Hallenberg  26  11  3  12 046:390  +7 25:27
 9. BSG Chemie Fehrenbach  26  8  6  12 038:610 −23 22:30
10. BSG Motor Veilsdorf  26  9  3  14 037:380  −1 21:31
11. BSG Motor Breitungen  26  8  5  13 046:550  −9 21:31
12. BSG Motor Bad Liebenstein (N)  26  8  4  14 029:500 −21 20:32
13. BSG Motor Hinternah (N)  26  6  7  13 029:660 −37 19:33
14. BSG Motor Schmalkalden  26  2  12  12 023:450 −22 16:36
  • Bezirksmeister und Aufsteiger in die DDR-Liga 1974/75
  • Versetzung nach Plauen (Bezirksklasse Karl-Marx-Stadt 1974/75)
  • Absteiger in die Bezirksklasse 1974/75
  • (A) Absteiger aus der DDR-Liga 1972/73
    (N) Aufsteiger aus der Bezirksklasse 1972/73
    (1) 
    Nach der Saison erfolgte die Auflösung der ASG Vorwärts Meiningen. Die Armeesportgemeinschaft wurde nach Plauen kommandiert und als ASG Vorwärts Plauen neu gegründet. Die Zweitvertretung wurde in die Bezirksklasse Karl-Marx-Stadt eingegliedert.

    Kreuztabelle

    Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe.

    Bezirksliga Suhl
    19. August 1973 – 3. Juni 1974

    HBN

    BRT

    Bad

    HIN
    01. BSG Kali Werra Tiefenort 3:1 4:0 1:0 3:0 6:0 7:0 3:1 2:1 6:0 3:0 4:0 6:0 2:0
    02. BSG Chemie Glas Ilmenau 0:2 6:0 3:0 2:1 1:1 0:0 2:1 0:1 2:0 1:0 2:0 6:0 1:1
    03. BSG Chemie Lauscha 1:1 3:1 2:2 1:2 4:0 1:1 2:1 2:2 3:2 1:1 5:1 3:1 2:0
    04. ASG Vorwärts Meiningen II 1:1 4:2 4:3 1:1 1:0 1:0 1:0 0:2 1:0 1:2 4:0 0:0 0:0
    05. BSG Lokomotive Meiningen 0:0 0:0 0:1 0:1 0:1 0:0 1:0 3:0 2:0 7:1 1:2 5:3 0:0
    06. BSG Motor ESKA Hildburghausen 0:4 0:1 3:3 4:1 1:3 2:1 1:2 4:0 2:1 2:0 3:1 9:0 4:1
    07. BSG Motor Oberlind 0:0 4:0 0:2 1:3 1:0 4:0 3:2 2:0 2:0 3:3 3:0 3:3 2:0
    08. BSG Motor Steinbach-Hallenberg 1:1 1:4 3:1 3:0 2:0 2:1 0:0 7:0 1:1 6:4 2:0 2:0 3:1
    09. BSG Chemie Fehrenbach 1:7 0:1 2:2 2:3 1:1 2:4 2:1 2:1 1:3 3:1 4:1 4:1 3:1
    10. BSG Motor Veilsdorf 0:2 0:1 3:0 3:0 0:1 2:2  (2) 4:0 3:0 5:1 3:0 0:3 1:1
    11. BSG Motor Breitungen 0:4 0:3 2:2 2:1 0:1 4:0 3:0 0:2 6:0 4:2 2:2 6:1 1:1
    12. BSG Motor Bad Liebenstein 0:1 0:2 1:2 1:4 0:1 2:1 4:0 2:1 2:2 2:0 1:0 1:0 1:1
    13. BSG Motor Hinternah 1:4 1:0 2:1 0:0 2:0 0:2 1:1 2:1 1:1 0:2 3:2 0:3 2:2
    14. BSG Motor Schmalkalden 0:4 0:4 0:1 1:2 1:1 0:0 2:1 3:1 2:2 1:2 0:1 2:2 2:2
    (2) 
    BSG Motor Veilsdorf – BSG Motor Oberlind 1:1 (2. Spieltag); Wertung: 2:0 Punkte und 0:0 Tore für Oberlind.

    Zuschauer

    • In 181 Spielen kamen 60.000 Zuschauer (⌀ 331 pro Spiel) in die Stadien.
    Größte Heimkulisse (⌀)
    8.000 (⌀ 615) BSG Motor Bad Liebenstein
    7.600 (⌀ 585) BSG Chemie Glas Ilmenau
    6.600 (⌀ 508) BSG Kali Werra Tiefenort
    6.000 (⌀ 462) BSG Motor Steinbach-Hallenberg

    Bezirksmeister

    1. BSG Kali Werra Tiefenort
    • Tor: Gerhard Wenzel, Jürgen Hartung
    • Abwehr: Horst Baumbach (C), Theo Erhardt, Rudi Hollenbach, Gerhard Müller, Detlef Raßbach, Jürgen Schenk, Reinhard Ullrich, Rainer Vogt
    • Mittelfeld: Bodo Meißner, Günter Radits, Reinhard Stopfel, Wolfram Ullrich, Frank Vorberg, Ulrich Wesche
    • Angriff: Michael Breves, Ronald Danz, Peter Filler, Bernd Jacob, Jürgen Krug, Gerd Nitzschke, Lutz Otto
    • Trainer: Kurt Neustadt

    Literatur

    • Die neue Fußballwoche. Fuwo. Berlin (Hefte der Saison 1973 und 1974).
    • DSFS AG Nordost (Hrsg.): DDR-Chronik 1949–1991, DDR-Fußball in Daten, Fakten und Zahlen. Band 4: 1969/70-1973/74. Berlin 2008.