Fritz Weber (Politiker, 1902)
Fritz Weber (* 31. Juli 1902 in Königsborn (Unna); † 23. August 1956 in Dortmund) war ein deutscher Parteifunktionär (NSDAP) im Gau Westfalen-Süd.
Leben
Fritz Weber wurde als Sohn des Grubensteigers Heinrich Weber geboren und wurde nach dem Abitur im April 1922 Praktikant beim Hörder Bergwerks- und Hütten-Verein. An der Technischen Hochschule Darmstadt schloss er 1927 sein Studium als Diplomingenieur ab und war vom 1. August 1927 bis zum 1. April 1935 Ingenieur bei Siemens & Halske AG Essen.
NSDAP
Fritz Weber war politisch engagiert und trat zum 1. Juli 1930 der NSDAP (Mitgliedsnummer 269.534 Ortsgruppe Witten) bei, wo er Ortsgruppenleiter wurde. Vom 1. Oktober 1933 bis zum 1. Oktober 1937 hatte er das Amt des NSDAP-Kreisleiters Witten inne. Diesen Posten verlor er 1937 nach einem Dienststrafverfahren. Am 1. April 1935 wurde er zum hauptamtlichen 1. Beigeordneten der Stadt Witten (Dezernent für Bauwesen, Städtische Licht- und Wasserwerke, Badeanstalten und Schlachthof) ernannt. Diese Maßnahme wurde am 5. Mai 1936 wegen eines laufenden Parteigerichtsverfahrens widerrufen; Weber blieb kommissarisch im Amt. Mit der Einleitung eines Dienststrafverfahrens am 23. September 1937 wurde er vorläufig vom Dienst suspendiert, bis zur Aufhebung am 29. Januar 1938. Am 28. Februar 1938 stellte er einen Antrag auf Beurlaubung bis zur Entscheidung im laufenden Verfahren. Mit seinem Antrag vom 19. Oktober 1938 auf Entlassung aus dem Dienst wurde das Dienststrafverfahren am 11. April 1939 endgültig eingestellt.
Auf Druck des stellvertretenden Gauleiters Heinrich Vetter wurde ihm für die Zeit vom 1. November 1938 bis zum 1. März 1939 ein Überbrückungsgeld bewilligt. Weber übernahm eine Tätigkeit beim kommunalen Elektrizitätswerk Mark AG in Hagen und wurde später zur Wehrmacht eingezogen, geriet in englische Kriegsgefangenschaft und wurde bis April 1947 in einem Internierungslager inhaftiert.
Nach seiner Freilassung verdiente er seinen Lebensunterhalt als Landarbeiter.
Literatur
- Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 284f. (Digitalisat).