Fritz Watermann
Fritz Watermann (* 3. August 1883 in Schnathorst; † 5. September 1962 in Lübbecke) war ein deutscher Politiker (NSDAP).
Leben
Fritz Watermann wurde als Sohn des Landwirts Friedrich Watermann geboren und absolvierte nach dem Abitur am Gymnasium Gütersloh[1] im Jahre 1906 eine Ausbildung zum Verwaltungsangestellten und wurde Geschäftsführer des Westfälischen Landbundes im Landkreis Lübbecke. Dieses Amt hatte er bis 1929 inne, als das Arbeitsverhältnis angeblich aus politischen Gründen beendet wurde. 1937 fand er wegen seiner guten Beziehungen zu den NS-Machthabern eine Anstellung beim Finanzamt Lübbecke, wo er nach Ablegen der Prüfung Steuersekretär wurde.
Zum 1. August 1930 trat Watermann in die NSDAP (Mitglieds-Nr. 283.814) ein und wurde Ortsgruppenleiter der Ortsgruppe Lübbecke. Vom 1. Oktober 1932 bis Ende Oktober war er NSDAP-Kreisleiter in Lübbecke. Er legte sein Amt bereits nach kurzer Zeit nieder, weil er angeblich „mit den Anordnungen und Ziele der Partei nicht einverstanden“ war. Ernst Meiring folgte ihm im Amt.
Im Entnazifizierungsverfahren wurde er vom Hauptausschuss Lübbecke am 27. Januar 1949 in die Kategorie IV (Mitläufer) eingestuft und mit einer Vermögenssperre belegt.
Literatur
- Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 205f. (Digitalisat)
Einzelnachweise
- ↑ Friedrich Fliedner: 75 Jahre Gütersloher Gymnasium. Verlag F. Tigges, Gütersloh 1926. Dritte Seite: Festschrift zur Feier des 75jährigen Bestehens des Evangelisch-stift. Gymnasiums zu Gütersloh und der Grundsteinlegung zum Gymnasialneubau am 16., 17. und 18. August 1926. S. 76, Nr. 1094.