Fritz Peter Habel

Fritz Peter Habel (* 31. August 1931 in Brünn, Tschechoslowakei; † 16. Januar 2011 in Grafing bei München[1]) war ein deutscher Historiker.

Leben und Wirken

Fritz Peter Habel besuchte die Volksschule in Brünn und danach die Oberschule in Olmütz. Er erlebte die Zerschlagung der Tschechoslowakei 1938 wurde er deutscher Staatsbürger. Nach der Bildung der Dritten Tschechoslowakische Republik 1945 wurde er als Deutscher vertrieben. Mit seiner Familie ließ er sich in Oberbayern nieder, wo er 1950 die Oberschule in Neuburg abschloss. Anschließend studierte er an den Universitäten München und Chicago Volkswirtschaftslehre, Politikwissenschaft und Geschichte. 1968 promovierte er zum Dr. phil. mit der Dissertation Historische, politische und soziale Voraussetzungen des Zusammentreffens zwischen Bayern und Sudetendeutschen nach 1945. Danach wurde er Mitarbeiter des Sudetendeutschen Archivs in München.

Politisch betätigte er sich in der Sudetendeutschen Jugend (SdJ), im Arbeitskreis Sudetendeutscher Studenten sowie in der Deutschen Jugend des Ostens und nicht zuletzt in der Sudetendeutschen Landsmannschaft.

Werke (Auswahl)

  • Historische, politische und soziale Voraussetzungen des Zusammentreffens zwischen Bayern und Sudetendeutschen nach 1945. München 1968.
  • Die sudetendeutsche Frage. Kurzdarstellung und Dokumentation. Sudetendeutscher Rat, München o. J. [ca. 1976].
  • (Hrsg.): Entscheidungen in Deutschland 1949–1955. Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn 1980.
  • Deutsche und Tschechen 1848–1948. Verlagshaus Sudetenland, München 1985.
  • (mit Helmut Kistler): Deutsche und Polen. Franzis-Verlag, München 1985.
  • (mit Helmut Kistler): Die Bundesrepublik Deutschland. Vorgeschichte und Geschichte 1945–1983. Unveränderter Nachdr., Sonderausg. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1992.
  • Eine politische Legende. Die Massenvertreibung von Tschechen aus dem Sudetengebiet 1938/39. Langen Müller, München o. J. [1996].

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Traueranzeige in der Süddeutschen Zeitung