Fritz Graas
Fritz Graas (* 2. Januar 1895 in Tscheprowitz, Österreich-Ungarn; † 19. März 1975 in Peißenberg[1]) war ein deutscher Schriftsteller.
Leben und Wirken
Graas stammte aus dem Böhmerwald und war der Sohn eines Lehrers. Am Gymnasium in Leitmeritz legte er 1913 die Matura ab und studierte im Anschluss an der deutschen Karls-Universität in Prag. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde er zum Militär einberufen. Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg gründete er in Leitmeritz die Böhmerlandgemeinde-Vereinigung. Ab 1921 war er als Sekretär der Reichsjugend der Deutschen Nationalpartei (DNP) in Komotau tätig und wurde 1922 als Regionalsekretär nach Tetschen versetzt. Von 1927 bis 1934 war er als Geschäftsführer des Sudetendeutschen Heimatbundes in Berlin tätig. Im Zweiten Weltkrieg arbeitete er für den Pressedienst der Wehrmacht. Nach Kriegsende lebte er in Westdeutschland. Sein in Leitmeritz geborener Sohn wurde als Sänger und Kabarettist bekannt.[2]
Schriften (Auswahl)
- Die Gulaschkanone. Potsdam 1937.
- Hans im Böhmerland. Potsdam 1938.
- Der Löw’ ist los. Potsdam 1940.
- Auf Hockewanzels Spuren. Wunsiedel 1949.
- Zärtliche Begegnung. München 1957.
- Da lacht der Schreckenstein. Sudetendeutscher Volkshumor vom Böhmerwald bis zum Altvater. München 1968.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Mitteilungen des Sudetendeutschen Archivs. 1975, S. 13.
- ↑ Fritz Graas - Sänger und Kabarettist