Fritz Bald

Fritz Bald (* 20. Mai 1900 in Weidenhausen (Bad Berleburg); † 8. Juli 1989 in Bad Berleburg) war ein deutscher Parteifunktionär (NSDAP) im Gau Westfalen-Süd.

Leben

Fritz Bald wurde als Sohn des Landwirts Heinrich Bald geboren und arbeitete nach seiner Schulausbildung bis 1919 in der elterlichen Landwirtschaft. Bei der Deutschen Reichsbahn erhielt er im Anschluss eine Anstellung und blieb dort bis 1924, als er eine Tätigkeit in der Verwaltung des Fürstentums Sayn-Wittgenstein-Berleburg in Laasphe aufnahm. Bald war politisch engagiert und wurde zum 1. Dezember 1931 Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnummer 754.967 Ortsgruppe Laasphe), wo er vom 15. März 1932 bis zum 1. April 1938 Ortsgruppenleiter war. Am 1. Juli 1935 wurde er Leiter der Stadtverwaltung und war vom 1. Januar 1937 bis 1943 hauptamtlicher Bürgermeister von Laasphe.

Zum 1. April 1938 wurde er NSDAP-Kreisleiter im Kreis Wittgenstein. Dieses Amt hatte er bis zum 15. Februar 1939 inne und war in dieser Zeit Kreisdeputierter. Von 1943 bis Kriegsende leitete er als Amtsbürgermeister das Amt Freudenberg.

Am 8. Juni 1945 wurde er festgenommen und im Internierungslager Staumühle interniert. Das Spruchgericht Hiddesen verurteilte ihn am 24. Oktober 1947 zu einer Geldstrafe von 1000 Reichsmark, die durch die Internierung verbüßt war. Im Entnazifizierungsverfahren wurde er durch den Hauptausschuss Wittgenstein am 29. April 1948 in die Kategorie IV Mitläufer (ohne Vermögenssperre) eingestuft.

Mitgliedschaften

Literatur

  • Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 213 (Digitalisat)