Fritz Abt
Fritz Hans Abt (* 6. Oktober 1914 in Hermsdorf; † nach 1943) war ein deutscher Funktionär der Hitler-Jugend.
Leben
Fritz Abt trat zum 1. September 1934 in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 1.945.762).[1] In der sächsischen Stadt Oschatz war er ein Jahr als Fähnleinführer Führer des Jungbanns der Hitler-Jugend, bevor er im Oktober 1936 als Leiter der Weltanschaulichen Schulung an die Gebietsführerschule nach Glauchau wechselte, wo er gleichzeitig auch als Jungbahnführer wirkte. Ab Februar 1938 übernahm er dann bei der Reichsjugendführung in Berlin verschiedene leitende Funktionen. 1943 wurde er beim Bauamt der Reichsjugendführung zum Bannführer befördert. Seine Hauptaufgabe war dort die sogenannte Heimbeschaffung, also Bau und Verwaltung von Unterkünften, die als Zentren für die Indoktrination und Freizeitgestaltung der Jugend im Sinne des Nationalsozialismus dienen sollten.
Publikationen (Auswahl)
- Heraus! Wir Jungen! Jungengeschichten und Jungenchöre. Leipzig [1935].
- Bauten der Jugend. In: Sachsen. Zeitschrift des Heimatwerks Sachsen. 1938.
- Die Grundsteinlegung für Heime der Hitler-Jugend. [Berlin], Reichsjugendführung, 1938.
- Die Heime der Hitler-Jugend als Stätten der Freizeit für die deutsche Jugend. [Berlin], Reichsjugendführung, 1938.
Literatur
- Michael Buddrus: Totale Erziehung für den totalen Krieg, 2003, S. 1112.
Einzelnachweise
- ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/41476