Friesenwall (Mauer)

Ein Friesenwall ist ein Trockenmauerwerk, das aus mehr oder minder runden Findlingen oder Geröll aufgeschichtet wird und früher als Feld- und Hofbegrenzung diente.

Friesenwälle entstanden ursprünglich in den Marschgebieten Frieslands, da es dort keine Steinbrüche und kaum Holz gab, das sich zu Zäunen verarbeiten ließ, so dass die Bewohner auf Findlinge angewiesen waren, die sich auf den Feldern fanden.

Ein Friesenwall besteht aus einem Erdwall, der an der nach außen weisenden Seite eine Steínsetzung mit Dossierung enthält, in der die größeren Feldsteine das Fundament bilden und die kleineren sich nach oben anschließen. Der Aufbau geschah und geschieht auch heute noch, indem anstatt Mörtel eingelegte dünne Rasensoden verwendet werden, die mit ihrem Wurzelwerk eine dauerhafte Verbindung der Steine gewährleisten.[1] Das Mauerwerk schließt oben mit einer Erdschicht ab.[1]

Aufgrund ihres ästhetischen Reizes sind diese Mauern als Grundstückseinfriedungen mittlerweile über Friesland hinaus verbreitet.

Einzelnachweise

  1. a b Gerd Kühnast: Hof- und Feldbegrenzungen: Friesenwälle für alle Fälle? In: igbaupflege.de. IG Baupflege Nordfriesland & Dithmarschen e. V., 1993, abgerufen am 15. Januar 2026 (Abschrift aus: Der Maueranker, Heft 02/1993).