Friedrich von Barnekow
Friedrich Wilhelm Albrecht Christoph Julius Martin von Barnekow, kurz Friedrich von Barnekow, (* 2. Januar 1848 in Klein-Kubbelkow; † 27. Juli 1908 in Osnabrück) war ein deutscher Verwaltungsbeamter.
Leben
Fritz von Barnekow entstammte der uradeligen Familie von Barnekow und gehörte der Familienlinie II-Silvitz/Klein Kubbelkow an. Er war der Sohn des Christoph von Barnekow (* 1778; † 1853) und dessen dritter Ehefrau Friederika Freiin von Barnekow-Silenz (* 1828; † 1892). Seine Stiefgeschwister starben früh. Der Vater war Inhaber mehrere Güter, Klein Kubbelkow war das Hauptgut, welches zur dem Großvater Friedrich Christian von Barnekow (* 1749; † 1794) gehörte. Einige weitere Vorfahren erhielten die Erhebung in den preußischen Freiherrenstand.
Friedrich (Fritz)[1] von Barnekow studierte an den Universitäten Heidelberg und Göttingen Rechtswissenschaften. 1867 wurde er Mitglied des Corps Saxo-Borussia Heidelberg.[2] 1868 schloss er sich dem Corps Saxonia Göttingen an.[3] Nach Abschluss des Studiums wurde er zunächst Kreisrichter in Spremberg. Dann wechselte er in den preußischen Staatsdienst. Bei der Regierung Bromberg stieg er zum Oberregierungsrat und Stellvertreter des Regierungspräsidenten auf. Anschließend war er Oberpräsidialrat bei der Regierung Königsberg. Von 1902 bis zu seinem Tod 1908 war von Barnekow Regierungspräsident des Regierungsbezirks Osnabrück.[4]
Fritz von Barnekow heiratete 1877 in Frankfurt a. d. O. die bürgerliche aus Tilsit stammende Klara Spiegelthal, Nachkommen sind nicht bekannt. Die Witwe lebte später in Berlin. Sein geerbtes Gut Klein Kubbelkow bei Sehlen, zumeist verpachtet, hatte um 1892 einen Umfang von 308 ha.[5]
Regierungsrat von Barnekow[6] war seit 1898 Ehrenritter des Johanniterordens.
Literatur
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel. 1920. Einundzwanzigster Jahrgang, Gotha 27. Oktober 1919, S. 36–37. Siehe: FamilySearch.
- 258. † von Barnekow, Friedrich Wilhelm Christoph Julius Martin. In: Hasso von Etzdorf, Wolfgang von der Groeben, Erik von Knorre: Verzeichnis der Mitglieder des Corps Saxonia zu Göttingen sowie der Landsmannschaft Saxonia (1840–1844) nach dem Stande vom 13. Februar 1972, S. 40.
Einzelnachweise
- ↑ Programm des Königlichen Pädagogiums zu Putbus, mit welchem zu dem am 25. und 26. März, Vormittags von 9 Uhr an, im Hörsaale der Anstalt stattfindenden öffentlichen Examen und Redactus der Zöglinge in Namen des Lehrer-Collegiums ergebenst einladet der Director A. Fr. Gottschick. VI. Namentliches Verzeichniss der Schüler während des Winterhalbjahres, III. Tertia, Verlag Fr. Hache, Putbus, Greifswald 1861, S. 28.
- ↑ Karl Rügemer (Hrsg.): Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1910. Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1910, 120, 679.
- ↑ Karl Rügemer (Hrsg.): Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1910. Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1910, 85, 263.
- ↑ Rolf Jehke-Herdecke (Hrsg.): Regierungsbezirk Osnabrück-Verwaltungsgeschichte und Regierungspräsidenten, In: Territorial.de.
- ↑ Pommersches Güter-Adressbuch. Verzeichniss sämmtlicher Güter mit Angabe der Guts-Eigenschaft, der Gesammtfläche und des Flächeninhalts. 1892. Nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet. Friedrich Nagel (Paul Niekammer), Stettin 1892, S. 206–207.
- ↑ C. Herrlich: Wochenblatt der Johanniter-Ordens-Balley Brandenburg. Jahrg. 39, Nr. 27, Julius Sittenfeld-Carl Heymanns Verlag, Berlin, 6. Juli 1898, S. 158.