Friedrich Zahn (Maler)
Friedrich Zahn, manchmal auch Fritz Zahn (* 1826 in Frauenchiemsee; † 27. September 1899 in München) war ein deutscher Landschaftsmaler und Graphiker. Er gehört zu den Vertretern der Münchener Schule.
Leben
Zahn wuchs in Frauenchiemsee auf, wo er früh in Kontakt mit der dortigen Künstlerkolonie Frauenchiemsee kam, die 1824 gegründet wurde.[1] Durch den Frauenchiemsee-Kreis kam Zahn auch mit Max Haushofer in Kontakt, der seine Landschaftsbilder entscheidend beeinflusste. Wie der Begründer der Künstlerkolonie Frauenchiemsee Max Haushofer und der Maler Christian Ruben, so heiratete auch Zahn eine Tochter des Wirts des sich auf der Fraueninsel befindlichen Gasthofs „Zur Linde“.[2] Die Ehe wurde 1861 vollzogen, 1866 zog Zahn mit seiner Familie nach München. Dort widmete er sich vor allem der alpinen Landschaftsmalerei.[3]
Werk
Friedrich Zahn ist ein Vertreter der romantischen Landschaftsmalerei, der die Schönheit der Natur in detailreichen Bildern einfing. Seine Werke, hauptsächlich Öl auf Leinwand oder Holz, zeigen vornehmlich süddeutsche Landschaften, teils mit Figuren und Tieren. Vereinzelt sind auch Italien-Darstellungen überliefert. Zahns Malerei zeichnet sich durch eine detailreiche und atmosphärische Wiedergabe der Natur aus. Sein Werk ist damit typisch für die Übergangszone zwischen romantischer Landschaftsmalerei, die die Erhabenheit der Natur darstellen wollte, und naturalistischer Darstellung, bei der es um eine handwerklich-präzise Ausarbeitung ging.
Literatur
- Horst Ludwig u. a. (1983). Münchner Maler im 19. Jahrhundert. Band 4. München: Bruckmann. S. 410–412.
- Thieme / Becker (Hrsg.; fortgeführt von Hans Vollmer): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band XXXVI (36). Leipzig: E. A. Seemann, 1947, S. 384.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Sailer, Anton (1976): Frauenchiemsee in Oberbayern. In: Wietek, Gerhard (Hrsg.): Deutsche Künstlerkolonien und Künstlerorte. München: Thieme, S. 28–35.
- ↑ Neueste Nachrichten aus dem Gebiete der Politik, Sonntag 19. Mai 1861, S. 1768. Digital unter: https://books.google.com/books/download/Neueste_Nachrichten_aus_dem_Gebiete_der.pdf?id=cs1FAAAAcAAJ&output=pdf.
- ↑ Horst Ludwig u. a. (1983). Münchner Maler im 19. Jahrhundert. Band 4. München: Bruckmann. S. 410–412.