Friedrich Wilhelm von Bredow

Friedrich Wilhelm von Bredow (geb. 24. Oktober 1723 in Senzke; gest. 19. November 1805 ebenda) war ein preußischer Rittmeister und Großgrundbesitzer.

Leben

Herkunft

Friedrich Wilhelm von Bredow war Angehöriger des mittelmärkischen Adelsgeschlechts von Bredow (III. Linie, 3. Ast, 1. Zweig). Er war ein Sohn von Kaspar Friedrich von Bredow (1680–1739), preußischer Hauptmann, Herr auf Senzke, Görne, Friesack, Pessin, Retzow, Buchow und Karpzow, und dessen zweiter Ehefrau (⚭ 1721) Oelgard Dorothea Friederike (1699–1745), geb. von Barnewitz aus dem Hause Netzeband.[1] Die ältere Schwester seiner Mutter, Ilsabe (1698–1730), war mit dem Bruder seines Vaters, Mathias Christoph von Bredow, verheiratet. Sein anderer Onkel war der spätere preußische Generalleutnant Asmus Ehrenreich der Jüngere (1693–1756). Sein Großvater war der Landrat Asmus Ehrenreich von Bredow.

1707 war sein Vater per Vertrag mit seinem Bruder Mathias Besitzer von Senzke geworden.[2] Später konnte noch Pessin gekauft werden.[3] Sein Vater kaufte um 1735 das Rittergut Buchow-Karpzow.

Werdegang

Friedrich Wilhelm von Bredow war der Stammvater der Häuser Ihlow und Senzke. Nach dem Tod des Vaters wurde er, wie auch seine jüngeren Brüder, unter Vormundschaft gestellt. Nach dem Tod des Vaters 1739 ging das Rittergut Buchow-Karpzow per Losverfahren; er erhielt einen Geldbetrag;[4] erst an den Bruder Carl, welcher den Besitz an den anderen Bruder August abtrat. Nachdem August gestorben war, übernahm er 1792 das Rittergut. Mit der Verlosung war 1739 das Gut Pessin an seinen Bruder Ehrenreich gegangen. Er selbst hatte zu dieser Zeit noch kein Grundbesitz erhalten.

1739/40 war er in einem Kadettenhaus und wurde 1742 Fahnenjunker. Im darauffolgenden Jahr war er im Altpreußisches Kürassierregiment K 8, wo er 1744 zum Cornet befördert wurde. Als das Regiment 1757 mit Friedrich Wilhelm von Seydlitz unter ein neues Kommando kam, wurde von Bredow Adjutant von Seydlitz. In der Schlacht bei Zorndorf wurde er verwundet und am 28. August 1758 mit der Ernennung zum Rittmeister aus der Armee entlassen.[4]

Nach dem Rückzug aus der Armee war er als Privatier in Rathenow. Er konnte 1764 Wölsickendorf kaufen.[5] Als 1791 sein Bruder August starb, erbte er das Rittergut Buchow-Karpzow. Nach dem Tod von seinem Bruder Ehrenreich erhielt er 1793 per Los das Gut Pessin.[6] 1799 folgte, wieder per Los, Senzke, als das Stammgut der Familie, in seinen Besitz.[7] Damit war er Erbherr auf Senzke, Pessin, Wölsickendorf und Buchow-Karpzow geworden. Die Güter Senzke, Pessin und Buchow-Karpzow lagen alle im Havelländischen Kreis, wo Angehörige der Familie, wie sein Sohn Dietrich, als Landräte aktiv waren.

Familie

Friedrich Wilhelm von Bredow war seit dem 12. Oktober 1755 mit Wilhelmine Louise (1731–1799), geb. von Rochow, verheiratet.[8] Sie war eine Tochter des Friedrich Wilhelm von Rochow-Golzow[9] und der Henriette Sophie von Katte (1706–1759), die wiederum eine Tochter des Generalfeldmarschalls Hans Heinrich von Katte war.[10] Die Kinder aus dieser Ehe waren:[1]

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b Jahrbuch des deutschen Adels, Band 1, Berlin, 1896, Verlag W. T. Bruer in der Google-Buchsuche S. 311
  2. Geschichte des Geschlechts v. Bredow. Band 3. Buchdr. des Waisenhauses., 1872, S. 395.
  3. Geschichte des Geschlechts v. Bredow. Band 3. Buchdr. des Waisenhauses., 1872, S. 398.
  4. a b Geschichte des Geschlechts v. Bredow. Band 3. Buchdr. des Waisenhauses., 1872, S. 419.
  5. Geschichte des Geschlechts v. Bredow. Band 3. Buchdr. des Waisenhauses., 1872, S. 420.
  6. Geschichte des Geschlechts v. Bredow. Band 3. Buchdr. des Waisenhauses., 1872, S. 421.
  7. Geschichte des Geschlechts v. Bredow. Band 3. Buchdr. des Waisenhauses., 1872, S. 422.
  8. Nachrichten von dem Geschlechte der Grafen von Wartensleben: II, von Julius von Wartensleben, Berlin, 1858, Albert Rauck und Comp. in der Google-Buchsuche S. 317
  9. Julius von Wartensleben: Nachrichten von dem Geschlechte der Grafen von Wartensleben. II Verlag A. Nauck & Comp., Berlin 1858, S. 105.
  10. Julius von Wartensleben: Nachrichten von dem Geschlechte der Grafen von Wartensleben. II, Verlag A. Nauck & Comp., Berlin 1858, S. 317.