Friedrich Wilhelm Herdt
Friedrich Wilhelm Herdt (* 4. Februar 1791 in Berlin;[1] † 1842 ebenda)[Anm. 1] war ein deutscher Maler.
Leben
Herdt war der Sohn von Paul Sigismund Herdt, Schauspieler am königlichen Nationaltheater, und dessen Ehefrau Dorothea Charlotte, geborene Rademacher. Er war Schüler an der Akademie der Künste und erschien an deren Ausstellung 1804 erstmalig mit einer Schülerarbeit. Er beschickte die Ausstellungen bis 1840 regelmäßig. Er war ein vielseitiger Künstler, der neben Miniaturgemälden und Kopien nach alten Meistern auch Schlachtenbilder, Historienbilder, Heiligenbilder, Szenen aus der antiken Mythologie, Genrebilder und vor allem Bildnisse schuf. Er war der bevorzugte Bildnismaler der damaligen Berliner Theaterkreise. Ab 1815 war er Mitglied des Berlinischen Künstler-Vereins.
1821 heiratete er Christiane Henriette Grabow.[2]
Werke (Auswahl)
- 1812: Henriette Madame Schütz als tragische Muse; Bildnis seines Vaters; Bildnis Ifflands
- 1814: Schlacht bei Möckern; Leonore
- 1816: Schlacht an der Katzbach; Madame Catalani
- 1820: Urteil des Paris; Heilige Cäcilie; Seesturm
- 1824: Äneas rettet Anchises; Bildnisse Prinz Friedrich von Preußen; Luise und Sohn Alexander
- 1826: Befreiung Petri aus dem Kerker; Friedrich Wilhelm III. zu Pferde; Bildnisse der Mitglieder des Hoftheaters
- 1834: Darius nach der Schlacht von Arbela
- 1836: Der Maskenball; Madame Frege als Elvira
- 1838: Sultanin im Harem; Kammersängerin Sophie Löwe als Angela
- 1839: Amalie Taglioni als Sylphide
- 1840: Flora-Fest im Königlichen Schauspielhaus
Literatur
- Herdt, Friedrich Wilhelm. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 16: Hansen–Heubach. E. A. Seemann, Leipzig 1923, S. 458 (biblos.pk.edu.pl).
Weblinks
- Friedrich Wilhelm Herdt. In: Deutsche Digitale Bibliothek. Abgerufen am 14. Januar 2026
- Friedrich Wilhelm Herdt. In: Artnet. Abgerufen am 14. Januar 2026
Anmerkungen
- ↑ Oft wird das Todesjahr 1840 angegeben, aber er war 1842 noch im Berliner Adressbuch eingetragen (Herdt, F. W. Geschichts- und Bildnismaler. In: Allgemeiner Wohnungsanzeiger für Berlin, Charlottenburg und Umgebungen, 1842, Teil 1, S. 163.)