Friedrich Rosenhauer
Friedrich Gustav Rosenhauer (* 6. September 1913 in Lindau; † 27. Januar 1994 in Bonn) war ein Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr.
Leben
Rosenhauer, Sohn eines Hoteliers, durchlief von 1932 bis 1933 eine Berufsausbildung zum Hotelfachmann in Luzern und Lausanne. Von Januar 1934 bis Mai 1935 war er Volontär im Eden-Hotel in Berlin und studierte im Sommersemester 1934 Wirtschaftswissenschaft an der Handelshochschule Berlin.
Am 29. Oktober 1935 trat Rosenhauer als Offizieranwärter beim Gebirgsjäger-Regiment 100 in Traunstein in die Wehrmacht ein, wo er Zugführer, Ordonnanzoffizier und Kompaniechef in Bad Reichenhall war. Am 1. September 1938 wurde er zum Leutnant ernannt. Er war in Polen, Frankreich, Griechenland (Kreta) und der Sowjetunion (Leningrad, Wolchow) eingesetzt. Nach schwerer Verwundung am 21. August 1942 war er bis Februar 1943 im Lazarett, wurde im Februar 1943 zum Gebirgsjäger-Ersatz-Regiment 137 nach Salzburg versetzt, war von März bis August 1943 zum Stab der 260. Infanterie-Division im Raum Spas-Demensk und vom September bis Dezember 1943 zum Stab des LIX. Armeekorps im Raum Kiew und Schytomyr kommandiert. Von Dezember 1943 bis Mai 1944 nahm er am 12. Generalstabslehrgang an der Kriegsakademie in Hirschberg im Riesengebirge teil, wo er am 1. April 1944 zum Major im Generalstab ernannt wurde. Von Juni 1944 bis Februar 1945 war er zweiter Generalstabsoffizier der 6. Gebirgs-Division in Norwegen und von Februar bis Mai 1945 vierter Generalstabsoffizier (I d, zuständig für Ausbildung) der 20. Gebirgs-Armee, ebenfalls in Norwegen.
Nach der Kapitulation der Wehrmacht war Rosenhauer bis September 1947 in britischer Kriegsgefangenschaft. Anschließend war er von Oktober 1947 bis Januar 1956, nach Absolvierung der Prüfung zum Kaufmannsgehilfen, Leiter des familieneigenen Hotels Peterhof in Lindau am Bodensee.
Am 23. Januar 1956 trat Rosenhauer als Major in die Bundeswehr ein und wurde Hilfsreferent in der Abteilung IV (Streitkräfte), Unterabteilung IV C (Ausland/Inland), Referat IVC 3 (Attachéwesen) des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg). Von Juli 1957 bis Juni 1958 durchlief er die Vorbereitung für den Militärattaché-Dienst und war von Juli 1958 bis September 1961 als Heeres- und Luftwaffenattaché an der Deutschen Botschaft Bern in der Schweiz zum Auswärtigen Amt kommandiert. Danach war er von Oktober 1961 bis September 1963 stellvertretender Brigadekommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall. Danach wechselte er zurück ins Bundesministerium der Verteidigung, wo er im Führungsstab der Bundeswehr (Fü B) bzw. Führungsstab der Streitkräfte (Fü S) Leiter des Referats Fü B II 6 (in dieser Zeit umbenannt zu Fü S II 6; Sicherheit, COSMIC-Kontrolloffizier; ab 1967 Militärische Sicherheit, COSMIC- und ATOMAL-Kontrolloffizier) war und von 1967 bis 1970 Referatsleiter Fü S II 2 (Wehrlage fremder Staaten).
Am 1. Oktober 1970 wurde Rosenhauer zum Brigadegeneral ernannt und war von Oktober 1970 bis September 1973 Kommandeur der Schule für Nachrichtenwesen der Bundeswehr in Bad Ems. Mit Ablauf des September 1973 wurde er in den Ruhestand versetzt.
Auszeichnungen
- Eisernes Kreuz I. Klasse (1941)
- Verwundetenabzeichen (1942)
- Infanterie-Sturmabzeichen (1943)
- Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern II. Klasse (1945)
- Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Siehe auch
Literatur
- Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 429.
Weblinks
- Rosenhauer, Friedrich (Kurzvita). In: kabinettsprotokolle.bundesarchiv.de.