Friedrich II. von Kirchberg

Friedrich II. von Kirchberg († 5. März 1236) war Bischof von Halberstadt (1209–1236).

Herkunft

Friedrich II. war der Sohn von Graf Friedrich I. von Kirchberg an der Hainleite († 26. Juli 1184) und der Tochter von Gottfried I. von Ziegenhain. Geboren wurde er auf der „Der Alten Burg“ südwestlich von Wernrode nahe der Stadt Sondershausen.

Sein Vater Friedrich I. verunglückte am 26. Juli 1184 beim sogenannten Erfurter Latrinensturz. Der Sohn seines Bruders Christian I. von Kirchberg war der erste Bischof von Litauen. Die Nachkommen seines Bruders Gozmar von Kirchberg sind die direkten Vorfahren aller aktuell existierenden Königshäuser in Europa und vergangenen Monarchien der Deutschen Kaiser sowie der Russischen Zaren.

Leben

Friedrich II. weihte 1220 den romanischen Dom zu Halberstadt, nach Restaurierung der Einwölbung, und genehmigte 1224 die Errichtung des Halberstädter Dominikanerkonvents sowie den Bau der dazugehörigen Klosterkirche St. Katharinen; das Konventgebäude und die Klosterkirche wurden 1231 fertiggestellt.[1]

Literatur

  • Barbara Klössel-Luckhardt: Mittelalterliche Siegel des Urkundenfonds Walkenried bis zum Ende der Klosterzeit (um 1578). Corpus sigillorum von Beständen des Staatsarchivs Wolfenbüttel. Band 2 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen. Band 288). Wallstein Verlag, Göttingen 2017, ISBN 978-3-8353-1963-9.

Einzelnachweise

  1. Helmut Beumann: Beiträge zum Urkundenwesen der Bischöfe von Halberstadt (965-1241). Mit 4 Tafeln. In: Archiv für Urkundenforschung. Band 16, 1939, S. 1–101, hier S. 5 und S. 85 (PDF). Abgerufen am 2. Januar 2026.
VorgängerAmtNachfolger
Konrad von KrosigkBischof von Halberstadt
1209–1236
Ludolf von Schladen (Bischof, † 1241)